Google hat die neueste Version seines KI-Bildgenerators, Nano Banana 2, vorgestellt. Das neue Modell verspricht, Bilder schneller und mit einem höheren Grad an Realismus zu erstellen. Es wird zum neuen Standard in zahlreichen Google-Anwendungen, einschließlich der Gemini-App und der Google-Suche, und soll die kreativen Möglichkeiten für Nutzer weltweit erweitern.
Die wichtigsten Neuerungen
- Nano Banana 2 kombiniert die Geschwindigkeit früherer Modelle mit der Detailtreue der Pro-Version.
- Das Modell wird zum Standard in der Gemini-App, dem Videotool Flow und der Google-Suche in 141 Ländern.
- Verbesserte Konsistenz bei Charakteren und Objekten ermöglicht komplexeres visuelles Storytelling.
- Alle erstellten Bilder werden mit dem digitalen Wasserzeichen SynthID zur Kennzeichnung als KI-generiert versehen.
Eine neue Stufe der KI-Bildgenerierung
Google treibt die Entwicklung seiner generativen KI-Technologien weiter voran. Mit der Einführung von Nano Banana 2, technisch als Gemini 3.1 Flash Image bezeichnet, setzt das Unternehmen einen neuen Maßstab für die Erstellung von KI-generierten Bildern. Das Modell wurde entwickelt, um eine Balance zwischen Geschwindigkeit und Qualität zu finden, ein häufiger Kompromiss bei solchen Technologien.
Seit der ersten Veröffentlichung von Nano Banana im August 2025 haben Nutzer millionenfach Bilder erstellt, insbesondere in wachsenden Märkten wie Indien. Die im November folgende Pro-Version bot zwar eine höhere Bildqualität, war aber langsamer in der Verarbeitung. Nano Banana 2 soll nun das Beste aus beiden Welten vereinen: die hohe Detailtreue des Pro-Modells bei deutlich verkürzter Generierungszeit.
Hintergrund der Entwicklung
Die Entwicklung von KI-Bildgeneratoren ist ein zentrales Wettbewerbsfeld für große Technologieunternehmen. Modelle wie DALL-E von OpenAI und Midjourney haben den Markt geprägt. Googles Strategie konzentriert sich darauf, diese Technologie tief in bestehende Produkte zu integrieren, um sie einem breiten Publikum zugänglich zu machen und die tägliche Nutzung von Diensten wie der Suche oder Kreativ-Apps zu verbessern.
Technische Verbesserungen im Detail
Die Fähigkeiten von Nano Banana 2 gehen über die reine Bildqualität hinaus. Das Modell wurde gezielt darauf trainiert, komplexere und nuanciertere Anfragen zu verstehen und umzusetzen. Dies ermöglicht es Nutzern, detaillierte Szenen mit spezifischen Anforderungen zu erstellen.
Konsistenz und Komplexität
Ein wesentlicher Fortschritt liegt in der Fähigkeit des Modells, die Konsistenz von Charakteren und Objekten über mehrere Bilder hinweg beizubehalten. Laut Google kann Nano Banana 2 bis zu fünf Charaktere und bis zu 14 verschiedene Objekte innerhalb eines einzigen kreativen Arbeitsablaufs konsistent darstellen. Diese Verbesserung ist entscheidend für das visuelle Storytelling, bei dem wiedererkennbare Figuren oder Elemente benötigt werden.
Weitere Verbesserungen umfassen:
- Beleuchtung: Die KI kann lebendigere und dynamischere Lichtverhältnisse erzeugen.
- Texturen: Oberflächen und Materialien werden mit reicheren und realistischeren Texturen dargestellt.
- Schärfe: Die allgemeine Bildschärfe und Detailgenauigkeit wurden erhöht.
Flexibilität bei Auflösung und Format
Nutzer können Bilder in einer breiten Palette von Auflösungen erstellen, die von 512 Pixeln bis hin zu 4K reichen. Zudem unterstützt das Modell verschiedene Seitenverhältnisse, was die Erstellung von Inhalten für unterschiedliche Plattformen wie Social Media, Präsentationen oder Webseiten erleichtert.
Tiefe Integration in das Google-Ökosystem
Eine der größten Stärken von Nano Banana 2 ist seine umfassende Integration in die Produktlandschaft von Google. Das Modell wird nicht als eigenständiges Werkzeug positioniert, sondern als grundlegende Technologie, die zahlreiche Dienste verbessert.
Die Einführung erfolgt standardmäßig in folgenden Anwendungen:
- Gemini-App: In den Modi "Fast", "Thinking" und "Pro" wird Nano Banana 2 zum Standard-Bildgenerator.
- Flow: Googles Videobearbeitungswerkzeug wird das Modell ebenfalls als Standard nutzen.
- Google-Suche: In 141 Ländern wird die Bildgenerierung über Google Lens und im KI-Modus auf Desktop und Mobilgeräten von Nano Banana 2 angetrieben.
Abonnenten der kostenpflichtigen Tarife Google AI Pro und Ultra behalten weiterhin die Möglichkeit, für besonders anspruchsvolle Aufgaben auf das spezialisierte Nano Banana Pro-Modell zurückzugreifen. Dies kann über das Drei-Punkte-Menü bei der Neugenerierung eines Bildes ausgewählt werden.
Transparenz und Sicherheit durch Wasserzeichen
Angesichts der wachsenden Verbreitung von KI-generierten Inhalten legt Google Wert auf Transparenz. Alle mit Nano Banana 2 erstellten Bilder werden automatisch mit einem unsichtbaren digitalen Wasserzeichen namens SynthID versehen. Diese Technologie soll dabei helfen, KI-generierte Inhalte als solche zu identifizieren.
"Seit der Einführung der SynthID-Verifizierung in der Gemini-App im November wurde sie über 20 Millionen Mal genutzt."
Darüber hinaus sind die Bilder mit den C2PA Content Credentials kompatibel. Dieser offene Industriestandard, der von Unternehmen wie Adobe, Microsoft, Google, OpenAI und Meta unterstützt wird, dient der Nachverfolgung der Herkunft digitaler Inhalte und soll das Vertrauen im digitalen Raum stärken.
Verfügbarkeit für Entwickler
Google stellt das neue Modell auch der Entwicklergemeinschaft zur Verfügung. Nano Banana 2 ist als Vorschauversion über verschiedene Schnittstellen und Plattformen zugänglich, darunter die Gemini API, die Gemini CLI und die Vertex API. Entwickler können das Modell auch über das AI Studio und das im letzten November veröffentlichte Entwicklungswerkzeug Antigravity nutzen, um eigene Anwendungen auf Basis der neuen Technologie zu erstellen.





