Apple hat auf Berichte über angebliche Kratzer bei den neuen iPhone 17 Pro-Modellen reagiert. Laut dem Unternehmen handelt es sich bei den kreisrunden Spuren, die auf Ausstellungsgeräten gefunden wurden, nicht um permanente Schäden, sondern um Materialübertragungen von MagSafe-Ständern.
Wichtige Erkenntnisse
- Apple bezeichnet die Spuren von MagSafe-Halterungen als "Materialübertragung", nicht als Kratzer.
- Das Unternehmen räumt ein, dass am Kameramodul aus Aluminium mit der Zeit "kleine Abschürfungen" auftreten können.
- Der Wechsel von einem Titanrahmen beim iPhone 16 Pro zu einem Aluminiumgehäuse beim iPhone 17 Pro ist ein möglicher Faktor für die beobachtete Anfälligkeit.
- Bisher gibt es keine direkten Zitate von Apple-Sprechern zu diesem Thema, die Kommunikation erfolgte über Medienberichte.
Erste Berichte über Oberflächenschäden
Kurz nach der Markteinführung des iPhone 17 Pro tauchten erste Berichte und Bilder im Internet auf, die vermeintliche Kratzer an den neuen Geräten zeigten. Insbesondere Ausstellungsstücke in Apple Stores waren betroffen. Einem Bericht von Bloomberg vom 19. September 2025 zufolge wiesen mehrere iPhone 17 Pro und iPhone Air bereits am ersten Tag sichtbare Spuren auf.
Besonders auffällig waren kreisförmige Markierungen auf der Rückseite der Geräte. Diese entstanden an der Stelle, an der die iPhones auf den magnetischen MagSafe-Ständern in den Geschäften befestigt waren. Die Beobachtungen lösten eine Diskussion darüber aus, ob das neue Design die Geräte anfälliger für Beschädigungen gemacht hat.
Materialwechsel beim iPhone 17 Pro
Ein wesentlicher Unterschied zum Vorgängermodell, dem iPhone 16 Pro, ist der Materialwechsel. Während das iPhone 16 Pro einen Rahmen aus Titan besaß, setzt Apple beim iPhone 17 Pro auf ein Unibody-Gehäuse aus Aluminium. Dieser Schritt soll eine bessere Leistung und eine längere Akkulaufzeit ermöglichen. Aluminium ist jedoch bekanntermaßen ein weicheres Metall als Titan und daher anfälliger für Kratzer und Dellen.
Apples Erklärung zu den MagSafe-Spuren
In einer Stellungnahme gegenüber der Webseite 9to5Mac hat Apple die Beobachtungen eingeordnet. Das Unternehmen erklärte, dass es sich bei den kreisrunden Spuren nicht um Kratzer im Aluminiumgehäuse handle. Stattdessen spreche man von einer "Materialübertragung".
Demnach reibt sich Material von den MagSafe-Ständern auf die Oberfläche des iPhones ab, was zu den sichtbaren Markierungen führt. Laut Apple lassen sich diese Spuren einfach wegwischen. Als Lösung schlägt das Unternehmen vor, die betroffenen Ausstellungsgeräte zu reinigen und ältere MagSafe-Ständer in den Stores auszutauschen, um zukünftige Materialübertragungen zu verhindern.
Diskussion um den Kamerarahmen
Neben den Spuren auf der Rückseite wurden auch Kratzer im Bereich des Kameramoduls bei einigen Nutzern gemeldet. Der YouTuber JerryRigEverything spekulierte in einem seiner Testvideos, dass dies auf eine Designentscheidung zurückzuführen sei. Apple habe beim iPhone 17 Pro auf eine abgeschrägte oder abgerundete Kante (Chamfer oder Fillet) am Kamerarahmen verzichtet, was die Kanten schärfer und anfälliger für Beschädigungen mache.
Die Position des Herstellers
Auch zu diesem Punkt äußerte sich Apple über 9to5Mac. Das Unternehmen gab an, dass der Aluminiumrahmen der Kamera genauso wie bei anderen Aluminiumprodukten von Apple gestaltet sei. Er sei grundsätzlich robust, könne aber im Laufe der Zeit "kleine Abschürfungen" aufweisen.
Keine direkten Zitate von Apple
Auffällig ist, dass in der bisherigen Berichterstattung keine direkten Zitate von einem offiziellen Apple-Sprecher enthalten sind. Die Informationen wurden indirekt an Medienpartner weitergegeben. Dies könnte darauf hindeuten, dass das Unternehmen noch keine endgültige öffentliche Position zu dem Thema formulieren möchte und die Situation weiter beobachtet.
Ein Kompromiss zwischen Design und Haltbarkeit
Die Entscheidung für ein Aluminiumgehäuse beim iPhone 17 Pro war technologisch begründet. Das Material ermöglicht eine bessere Wärmeableitung, was für die Leistung des Geräts entscheidend ist, und trägt zur verbesserten Akkulaufzeit bei. Der Nachteil ist jedoch die geringere Kratzfestigkeit im Vergleich zu Titan oder Edelstahl, die in früheren Pro-Modellen verwendet wurden.
Die aktuellen Berichte werfen die Frage auf, ob die wahrgenommene Anfälligkeit lediglich ein Nebeneffekt des neuen Materials ist oder ob es sich um ein größeres Problem handelt. Es ist möglich, dass die anfängliche Aufmerksamkeit im Rahmen der Produkteinführung übertrieben ist. Sollten sich die Berichte von Nutzern jedoch häufen, könnte die Materialwahl für Apple zu einer Herausforderung werden.
"Verwenden Sie sofort eine Hülle, wenn Sie diese Art von Problem nicht erleben möchten. Ich bin sehr enttäuscht von der Qualität hier", schrieb ein Nutzer namens Bradley auf der Plattform X (ehemals Twitter) und postete ein Bild eines Geräts mit sichtbaren Spuren.
Apple-Nutzer müssen nun abwägen, ob die Vorteile des neuen Designs die potenziell höhere Anfälligkeit für kosmetische Mängel überwiegen. Der Einsatz einer Schutzhülle wird von vielen Beobachtern empfohlen, um das Aussehen des Geräts langfristig zu erhalten. Digirion hat Apple um eine weitere Stellungnahme gebeten und wird diesen Artikel aktualisieren, sobald neue Informationen vorliegen.





