Kurz nach dem Verkaufsstart des neuen iPhone 17 tauchen erste Berichte über Qualitätsprobleme auf. Weltweit melden Käufer, dass insbesondere die Pro-Modelle in der Farbvariante „Deep Blue“ anfällig für Kratzer auf der Rückseite sind. In einigen Fällen sollen die Geräte bereits beim Auspacken im Geschäft Beschädigungen aufgewiesen haben.
Die Beschwerden betreffen das iPhone 17 Pro und das iPhone 17 Pro Max. Auch das günstigere iPhone Air in Schwarz soll von einer ähnlichen Problematik betroffen sein. Apple hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht offiziell geäußert.
Wichtige Erkenntnisse
- Käufer berichten von Kratzern auf der Rückseite des iPhone 17 Pro und Pro Max in der Farbe „Deep Blue“.
- Auch das schwarze iPhone Air soll eine hohe Kratzeranfälligkeit aufweisen.
- Als mögliche Ursache wird der eloxierte Aluminiumrahmen der Pro-Modelle vermutet.
- Apple hat bisher keine offizielle Stellungnahme zu den Berichten abgegeben.
Weltweite Kundenbeschwerden häufen sich
Die Berichte über beschädigte iPhones kommen aus verschiedenen Metropolen, darunter New York, London, Shanghai und Hongkong. Kunden berichten, dass die Kratzer auf dem neuen „Deep Blue“-Finish der Pro-Modelle besonders deutlich sichtbar sind. Die Probleme scheinen nicht auf Einzelfälle beschränkt zu sein, da die Meldungen über verschiedene Kanäle zunehmen.
Ein weiteres Problem, das von Nutzern gemeldet wird, betrifft das MagSafe-Ladezubehör. Demnach kann das magnetische Ladegerät bei einigen iPhone 17 Pro-Modellen einen sichtbaren, kreisförmigen Abdruck auf der Gehäuserückseite hinterlassen.
Soziale Medien werden zum Sammelbecken für Kritik
Auf sozialen Plattformen wie X (ehemals Twitter) äußern viele Erstkäufer ihre Enttäuschung. Unter dem Hashtag „Scratchgate“ teilen Nutzer Bilder ihrer zerkratzten Geräte. Ein Nutzer bezeichnete das neue iPhone Air als „buchstäblich einen Kratzermagneten“.
Andere ziehen Vergleiche zu älteren Modellen und kritisieren die anscheinend geringere Widerstandsfähigkeit im Vergleich zu ihrem alten iPhone 13. Die Frustration führte in mindestens einem dokumentierten Fall dazu, dass ein Kunde seine Bestellung für ein iPhone 17 Pro Max im Wert von 1.500 US-Dollar stornierte und einen Screenshot davon veröffentlichte.
„Es ist enttäuschend zu sehen, wie ein so teures Gerät so empfindlich ist. Mein altes iPhone hat nach Jahren weniger Gebrauchsspuren“, schrieb ein Nutzer auf der Plattform X.
Technische Ursachenanalyse im Gange
Während eine offizielle Erklärung von Apple aussteht, konzentrieren sich Expertenanalysen auf die Materialwahl für die neuen Pro-Modelle. Der Bloomberg-Journalist Mark Gurman vermutet, dass die Ursache im eloxierten Aluminiumrahmen des iPhone 17 Pro liegt.
Diese Vermutung wird durch ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit gestützt. Bereits im Jahr 2022 zeigten dunkle Aluminiummodelle des iPhone 14 eine vergleichbare Anfälligkeit für Kratzer und Lackabnutzung an den Kanten.
Materialwechsel bei den Pro-Modellen
Mit dem iPhone 17 Pro ist Apple nach zwei Generationen wieder zu einem Aluminiumrahmen zurückgekehrt. Die Vorgängermodelle, das iPhone 15 Pro und das iPhone 16 Pro, setzten auf einen Rahmen aus Titan, der als deutlich robuster und kratzfester als Aluminium oder Edelstahl gilt. Die Entscheidung für Aluminium könnte aus Kostengründen oder zur Gewichtsreduzierung getroffen worden sein.
Warum gerade die Farbe „Deep Blue“?
Eloxierte Oberflächen, insbesondere in dunklen Farben, können anfälliger für sichtbare Kratzer sein. Bei diesem Verfahren wird die oberste Schicht des Aluminiums in eine schützende Oxidschicht umgewandelt und anschließend gefärbt. Ein tiefer Kratzer kann diese gefärbte Schicht durchdringen und das darunter liegende, silbrig glänzende Aluminium freilegen, was den Schaden sehr auffällig macht.
Mark Gurman spekuliert, dass diese bekannte Problematik der Grund dafür sein könnte, warum Apple für die iPhone 17 Pro-Reihe keine komplett schwarze Farboption anbietet, obwohl diese bei Kunden sehr beliebt ist.
Was ist Eloxieren?
Eloxieren ist ein elektrochemischer Prozess, der die natürliche Oxidschicht auf Metallen wie Aluminium verdickt. Dies erhöht die Korrosions- und Verschleißfestigkeit. Die poröse Struktur der erzeugten Schicht ermöglicht es, Farbstoffe aufzunehmen, was eine langlebige Farbgebung ermöglicht. Dennoch bleibt die Oberfläche anfällig für mechanische Beschädigungen.
Was können betroffene Kunden tun?
Derzeit gibt es keine offizielle Vorgehensweise, die von Apple kommuniziert wurde. Betroffene Kunden sollten sich direkt an den Apple Support oder den Apple Store wenden, in dem sie das Gerät gekauft haben, um mögliche Austausch- oder Reparaturoptionen zu besprechen.
Viele Nutzer in Online-Foren raten neuen Besitzern dringend, von Anfang an eine Schutzhülle zu verwenden, um das Gehäuse vor Beschädigungen zu bewahren. Dies gilt insbesondere für die dunkleren Farbvarianten des iPhone 17 Pro und des iPhone Air.
- Apple Support kontaktieren: Kunden mit beschädigten Geräten sollten den Vorfall dokumentieren und sich an Apple wenden.
- Schutzhülle verwenden: Zur Vorbeugung wird die sofortige Nutzung einer passenden Hülle empfohlen.
- Gerät vor Ort prüfen: Käufer sollten neue Geräte direkt im Geschäft gründlich auf mögliche Mängel untersuchen.
Es bleibt abzuwarten, ob Apple das Problem als Produktionsfehler anerkennt und ein offizielles Austauschprogramm startet. Bis dahin ist für Besitzer der neuen Modelle Vorsicht geboten.





