Square Enix plant eine umfassende Neuauflage des Rollenspiel-Klassikers Dragon Quest VII. Die als „Reimagined“ betitelte Version soll nicht nur eine komplett neue Grafik erhalten, sondern auch zentrale Spielmechaniken modernisieren, um das umfangreiche Abenteuer zugänglicher zu machen, ohne den ursprünglichen Schwierigkeitsgrad zu opfern.
Das Wichtigste in Kürze
- Dragon Quest VII: Reimagined erscheint am 5. Februar 2026 für PC, PS5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch.
- Die Neuauflage bietet einen einzigartigen 3D-Grafikstil, der an Dioramen und Puppen erinnert.
- Ein neues „Moonlighting“-System erlaubt es Charakteren, zwei Klassen gleichzeitig auszurüsten, was das Grinding reduziert.
- Die Handlung wird gestrafft: Unwichtige Nebenhandlungen werden entfernt, während neue Szenarien hinzugefügt werden.
Ein Klassiker im neuen Gewand
Dragon Quest VII, das ursprünglich im Jahr 2000 für die PlayStation erschien, gilt unter Fans als eines der längsten und anspruchsvollsten Spiele der gesamten Reihe. Die Geschichte dreht sich um eine Gruppe von Abenteurern, die durch die Zeit reisen, um vergessene Kontinente und Königreiche wiederherzustellen und dabei eine Verschwörung aufzudecken, die ihre Gegenwart bedroht.
Für die Neuauflage hat sich Square Enix für einen besonderen visuellen Ansatz entschieden. Anstatt auf eine fotorealistische Darstellung zu setzen, orientiert sich der Stil an handgefertigten Dioramen und Puppen. Dieser Ansatz soll die charakteristischen Designs des verstorbenen Künstlers Akira Toriyama auf eine neue, lebendige Weise zum Leben erwecken und dem Spiel das Gefühl eines animierten Abenteuerfilms verleihen.
Vom Original zum Remake
Dies ist nicht die erste Neuauflage von Dragon Quest VII. Bereits 2013 erschien ein Remake für den Nintendo 3DS, das bereits einige Anpassungen vornahm. Die „Reimagined“-Version geht jedoch deutlich weiter und überarbeitet das Spiel von Grund auf für moderne Plattformen und ein neues Publikum.
Gameplay-Modernisierung im Fokus
Eine der größten Herausforderungen des Originals war der hohe Zeitaufwand, der oft mit dem Wechsel und dem Aufleveln verschiedener Charakterklassen, den sogenannten Vokationen, verbunden war. Hier setzt die wichtigste Neuerung von „Reimagined“ an: das Moonlighting-System.
Dieses System erlaubt es jedem Charakter, zwei Vokationen gleichzeitig auszurüsten. Im Originalspiel konnte nur eine Klasse aktiv sein, und ein Wechsel setzte den Charakterlevel dieser Klasse zurück. Dies führte zu langen Phasen des Grinding, also dem wiederholten Bekämpfen von Monstern zur Steigerung der Charakterwerte.
Vorteile des Moonlighting-Systems
- Reduziertes Grinding: Spieler müssen weniger Zeit investieren, um Klassen zu wechseln und zu leveln.
- Strategische Tiefe: Die Kombination von zwei Klassen eröffnet neue taktische Möglichkeiten im Kampf.
- Vielfältige Charaktere: Jedes Gruppenmitglied kann eine einzigartige Mischung aus Fähigkeiten erhalten, was die Gruppe vielseitiger macht.
Die Handlung wird gestrafft
Auch die Erzählstruktur wurde überarbeitet. Laut dem Produzenten des Spiels, Takeshi Ichikawa, war es ein zentrales Ziel, den Spielfluss zu verbessern und die Geschichte fesselnder zu gestalten. Dafür wurden einige Nebenhandlungen, die nur wenig zur Hauptgeschichte beitrugen, entfernt.
„In unserem Bestreben, den gesamten Handlungsverlauf zu optimieren und eine fesselndere Erzählung zu bieten, haben wir uns entschieden, Nebenhandlungen zu streichen, die wenig oder keine direkte Relevanz für das Hauptszenario haben“, so Ichikawa.
Gleichzeitig wurden jedoch auch völlig neue Szenarien eingeführt. Das Ziel sei es, auf den Stärken des Originals aufzubauen und gleichzeitig eine tiefere, immersivere Geschichte für moderne Spieler zu schaffen.
Erste Eindrücke aus der Spielwelt
Erste spielbare Abschnitte geben einen Einblick in die Umsetzung dieser Ziele. In einem Szenario erkundete die Heldengruppe das Glutdorn-Gebiet, wo die Bewohner eines Dorfes ein Vulkanritual durchführen, um einen Feuerdämon zu besänftigen. Ein anderer Abschnitt führte in die überschwemmte Region Nassfurt, wo die Gruppe einen mysteriösen Magier konfrontieren musste.
Das Kampfsystem bleibt klassisch rundenbasiert, profitiert aber stark von der neuen visuellen Darstellung. Angriffe und Fähigkeiten wirken wuchtiger und die taktischen Elemente kommen besser zur Geltung. Der Schwierigkeitsgrad bleibt dabei erhalten; besonders Elite-Gegner und Endbosse erfordern eine durchdachte Strategie und den gezielten Einsatz von offensiven und defensiven Fähigkeiten.
Für Veteranen und Neueinsteiger
Die Entwickler betonen, dass „Dragon Quest VII: Reimagined“ sowohl langjährige Fans als auch neue Spieler ansprechen soll. Die Modernisierungen sollen den Einstieg erleichtern, ohne die Essenz und den anspruchsvollen Kern des Originals zu verwässern.
„Wir glauben, dass bestehende Fans das Spiel zufriedenstellend finden werden. Gleichzeitig freuen wir uns darauf, dass viele neue Spieler es als ihre erste Dragon-Quest-Erfahrung genießen können, da dieser Titel von Grund auf als moderne Veröffentlichung neu konzipiert wurde“, erklärte Produzent Ichikawa.
Die Veröffentlichung von Dragon Quest VII: Reimagined ist für den 5. Februar 2026 geplant. Das Spiel wird für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S sowie für die Nintendo Switch und deren Nachfolger erscheinen.





