Activision hat beeindruckende Zahlen zur Wirksamkeit seiner Anti-Cheat-Maßnahmen während der offenen Beta von Call of Duty: Black Ops 7 veröffentlicht. Laut einer offiziellen Mitteilung werden 97 Prozent der identifizierten Cheater innerhalb von 30 Minuten nach Entdeckung aus dem Spiel entfernt. Diese Daten sollen das Vertrauen der Spieler in die Fairness des Online-Multiplayers stärken, der am 25. Oktober vollständig erscheint.
Wichtige Erkenntnisse
- Activision gibt an, 97 % der Cheater in der Black Ops 7 Beta innerhalb von 30 Minuten zu sperren.
- Weniger als 1 % aller Cheat-Versuche sollen es überhaupt in ein aktives Spiel schaffen.
- Seit der Veröffentlichung von Black Ops 6 wurden laut dem Unternehmen über 40 Entwickler von Cheat-Software stillgelegt.
- Spieler werden weiterhin dazu aufgerufen, verdächtige Aktivitäten zu melden, um das System zu unterstützen.
Activisions neue Zahlen im Kampf gegen Cheater
Während der Start der offenen Beta von Call of Duty: Black Ops 7 zahlreiche Fans anlockte, tauchte auch das bekannte Problem der Cheater wieder auf. In einer offiziellen Erklärung auf dem X-Konto (ehemals Twitter) für Call of Duty Updates bezog Activision Stellung und präsentierte konkrete Daten, die den Erfolg des hauseigenen Anti-Cheat-Systems Ricochet belegen sollen.
Die zentrale Aussage ist, dass 97 Prozent aller erkannten Cheater in der Beta-Phase innerhalb einer halben Stunde gesperrt werden. Diese schnelle Reaktionszeit ist entscheidend, um den Spielspaß für die ehrliche Spielerschaft aufrechtzuerhalten.
Effektivität der Prävention
Laut Activision erreichen weniger als 1 Prozent der Versuche, mit Cheat-Software ein Spiel zu betreten, tatsächlich ein laufendes Match. Die wenigen, die diese erste Hürde überwinden, werden demnach innerhalb von Minuten identifiziert und entfernt.
Diese Zahlen deuten auf eine deutliche Verbesserung der präventiven Maßnahmen hin. Anstatt nur auf das Sperren von Spielern im Nachhinein zu setzen, scheint das Ricochet-System immer besser darin zu werden, den Einsatz unerlaubter Software von vornherein zu unterbinden.
Der Druck auf Cheat-Anbieter wächst
Die Strategie von Activision geht über das reine Sperren von Spielerkonten hinaus. Das Unternehmen zielt direkt auf die Entwickler und Vertreiber von Cheat-Software ab. In der Mitteilung heißt es, dass viele Anbieter ihre eigenen Produkte mittlerweile als „unbrauchbar“ für Black Ops 7 einstufen würden.
„Wir setzen unseren Kampf gegen Cheat-Entwickler fort. Seit dem Start von Black Ops 6 konnten wir über 40 von ihnen zur Aufgabe zwingen“, so die Erklärung von Activision. Dies zeigt einen proaktiven Ansatz, der das Problem an der Wurzel packen soll.
Durch die Stilllegung der Entwickler wird der Nachschub an funktionierender Cheat-Software unterbrochen. Dieser zweigleisige Ansatz – die Sperrung von Nutzern und die Verfolgung der Anbieter – ist ein wesentlicher Bestandteil des langfristigen Plans, die Integrität der Call of Duty-Spiele zu sichern.
Der ewige Wettlauf zwischen Entwicklern und Cheatern
Die Auseinandersetzung zwischen Spieleentwicklern und der Cheat-Szene ist ein ständiges Wettrüsten. Während Activision sein Ricochet-System kontinuierlich verbessert und anpasst, arbeiten Cheat-Entwickler daran, diese Schutzmaßnahmen zu umgehen.
Hintergrund: Ricochet Anti-Cheat
Ricochet ist ein mehrstufiges Anti-Cheat-System, das von Activision entwickelt wurde. Es kombiniert serverseitige Analysen mit einem Kernel-Level-Treiber auf dem PC der Spieler. Dieser tiefere Systemzugriff ermöglicht eine effektivere Erkennung von Manipulationssoftware, die von herkömmlichen Systemen oft übersehen wird.
Immer wieder gelingt es Cheat-Anbietern, neue Versionen ihrer Software zu veröffentlichen, die kurzzeitig funktionieren, bevor Ricochet erneut angepasst wird. Die aktuellen Zahlen deuten jedoch darauf hin, dass Activision derzeit die Oberhand hat. Ob dieser Vorsprung bis zum offiziellen Start von Black Ops 7 am 25. Oktober und darüber hinaus Bestand haben wird, bleibt abzuwarten.
Technische Hürden und die Rolle der Community
Ein weiterer Aspekt im Kampf gegen Cheating sind technische Anforderungen an die Hardware der Spieler. Ähnlich wie bei anderen modernen Shootern, etwa Battlefield 6, verlangt auch Black Ops 7 auf dem PC die Aktivierung von Secure Boot. Diese Sicherheitsfunktion des Betriebssystems erschwert es Cheat-Programmen, auf niedriger Systemebene zu operieren.
Gleichzeitig stellt diese Anforderung für einige Spieler mit älterer Hardware eine unüberwindbare Hürde dar, was in der Community teilweise für Kritik sorgt. Trotz der technischen Fortschritte betont Activision, dass die Mithilfe der Spieler unerlässlich bleibt.
- Meldefunktion im Spiel: Spieler werden aktiv dazu aufgerufen, verdächtiges Verhalten über die integrierte Meldefunktion zu melden.
- Daten für das System: Jede Meldung liefert wertvolle Daten, die dem Anti-Cheat-Team helfen, Muster zu erkennen und das System zu trainieren.
- Gemeinsames Ziel: Nur durch die Zusammenarbeit von Entwicklern und Community kann das Spielerlebnis langfristig fair gehalten werden.
Die aktuellen Statistiken sind ein positives Signal für die Call of Duty-Community. Sie zeigen, dass die Investitionen in die Anti-Cheat-Technologie Früchte tragen. Die entscheidende Phase wird jedoch nach der weltweiten Veröffentlichung des Spiels beginnen, wenn die Server unter maximaler Last stehen und die Cheat-Entwickler ihre Bemühungen intensivieren werden.





