Xiaomi hat sein neues Spitzenmodell, das 17 Ultra, vorgestellt. Eine spezielle Leica-Edition des Smartphones bringt eine Besonderheit mit, die sich an professionelle Fotografen richtet: einen physischen, drehbaren Ring um das Kameramodul, der eine manuelle Steuerung des Zooms ermöglicht. Dies ist ein Versuch, die Haptik einer traditionellen Kamera auf ein Smartphone zu übertragen.
Ein Smartphone mit dem Gefühl einer echten Kamera
Das auffälligste Merkmal des neuen Xiaomi 17 Ultra ist zweifellos die Sonderausgabe, die in Zusammenarbeit mit Leica entwickelt wurde. Diese Version verfügt über einen mechanischen Ring, der direkt in die Kameraeinheit auf der Rückseite des Geräts integriert ist. Standardmäßig dient dieser Ring zur Steuerung des Zooms und soll Fotografen eine präzisere und intuitivere Bedienung als die üblichen Touch-Gesten auf dem Bildschirm bieten.
Die Funktionalität des Rings ist jedoch nicht auf den Zoom beschränkt. Nutzer können ihn auch neu programmieren, um andere wichtige Kameraeinstellungen wie die Belichtung oder den Fokus manuell anzupassen. Dieses Maß an Kontrolle ist in der Smartphone-Fotografie selten und zielt darauf ab, die Lücke zwischen mobilen Geräten und professionellen Kameras weiter zu schließen.
Exklusive Details der Leica-Edition
Neben dem Steuerring unterscheidet sich die Leica-Edition durch weitere Details vom Standardmodell. Sie trägt das ikonische rote Leica-Logo und besitzt eine texturierte Oberfläche an den Seiten für besseren Halt. Zum Lieferumfang gehören zudem physische Zubehörteile wie ein Objektivdeckel und ein spezielles Reinigungstuch mit Markenlogo, was den Premium-Anspruch unterstreicht.
Das Herzstück: Ein neuartiges Kamerasystem
Abgesehen von der Bedienung liegt der Fokus des Xiaomi 17 Ultra klar auf der Kameratechnologie. Die Hauptkamera verwendet einen großen 50-Megapixel-Sensor vom 1-Zoll-Typ mit einer lichtstarken f/1.7-Blende, was besonders bei schlechten Lichtverhältnissen für detailreiche Aufnahmen sorgen soll. Auch die Selfie- und Ultraweitwinkelkameras lösen mit 50 Megapixeln auf.
Die größte Neuerung findet sich jedoch im Teleobjektiv. Anstelle von zwei separaten Zoom-Objektiven wie beim Vorgängermodell setzt Xiaomi nun auf eine einzige 200-Megapixel-Periskop-Kamera. Diese Kamera ermöglicht einen kontinuierlichen optischen Zoom, der bei einer 3,2-fachen Vergrößerung beginnt. Diese Technologie verspricht eine gleichbleibend hohe Bildqualität über verschiedene Zoomstufen hinweg, ohne auf digitalen Zoom zurückgreifen zu müssen.
Kamera-Spezifikationen im Überblick
- Hauptkamera: 50 MP, 1-Zoll-Sensor, f/1.7-Blende
- Teleobjektiv: 200 MP Periskop-Kamera mit kontinuierlichem optischem Zoom (ab 3,2x)
- Ultraweitwinkel: 50 MP
- Selfie-Kamera: 50 MP
Software und Bildverarbeitung
Die Partnerschaft mit Leica geht über die Hardware hinaus. Die Leica-Edition des 17 Ultra enthält exklusive Software-Anpassungen. Dazu gehören einzigartige Filmsimulationseffekte, die den Look klassischer Leica-Kameras nachahmen sollen. Diese Filter und Bildstile sind direkt in die Kamera-App integriert und bieten kreative Möglichkeiten für die Bildgestaltung.
Leistung auf Flaggschiff-Niveau
Unter der Haube ist das Xiaomi 17 Ultra mit aktueller High-End-Technik ausgestattet. Als Prozessor kommt der Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 zum Einsatz, der für anspruchsvolle Anwendungen und flüssige Performance sorgen soll. Unterstützt wird er von bis zu 16 GB Arbeitsspeicher.
Beim Speicherplatz bietet Xiaomi Konfigurationen mit bis zu 1 TB, was ausreichend Platz für hochauflösende Fotos und Videos bietet. Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal ist der Akku. Mit einer Kapazität von 6.800 mAh und dem Einsatz von Silizium-Kohlenstoff-Technologie verspricht das Gerät eine lange Laufzeit, auch bei intensiver Nutzung der Kamera und des großen Displays.
Display und weitere Merkmale
Das OLED-Display misst 6,9 Zoll in der Diagonale und dürfte damit ein immersives Seherlebnis bieten. Abgesehen von der Leica-Edition, die durch den Ring und die Logos erkennbar ist, gleicht das reguläre 17 Ultra-Modell äußerlich seinem Schwestermodell. Es verzichtet jedoch auf das zusätzliche rückseitige Display, das ein Hauptmerkmal des Modells 17 Pro war, und konzentriert sich stattdessen vollständig auf das Kameraerlebnis.
Mit dem 17 Ultra und insbesondere der Leica-Edition positioniert sich Xiaomi klar im Premium-Segment und spricht gezielt Nutzer an, für die die Fotografie mehr als nur ein gelegentlicher Schnappschuss ist. Die Kombination aus hochwertiger Hardware, innovativer Kameratechnik und professionellen Bedienkonzepten könnte das Gerät zu einer ernsthaften Alternative für Fotografie-Enthusiasten machen.





