YouTube hat die KI-gestützte Altersverifizierung auf seiner Plattform weiter ausgeweitet. Nutzer berichten von neuen Einschränkungen ihrer Konten. Diese Maßnahme, die bereits im Juli angekündigt und im September erstmals implementiert wurde, zielt darauf ab, den Zugang zu altersbeschränkten Inhalten zu kontrollieren.
Wichtige Punkte
- YouTube hat die KI-basierte Altersverifizierung verstärkt.
- Nutzer müssen ihr Alter über offizielle Dokumente, Selfie oder Kreditkarte bestätigen.
- Eingeschränkte Konten sehen keine personalisierten Anzeigen und haben digitale Wohlfühl-Tools aktiviert.
- Altersbeschränkte Videos werden blockiert.
- Empfehlungen für potenziell problematische Inhalte werden minimiert.
Neue Welle von Altersbeschränkungen
In den letzten 24 Stunden haben zahlreiche YouTube-Nutzer über soziale Medien berichtet, dass ihre Konten aufgrund der KI-Altersverifizierung eingeschränkt wurden. Dies markiert eine weitere Phase der Ausweitung dieser Technologie, die YouTube Anfang des Jahres eingeführt hat.
Die erste Ankündigung zur Implementierung der KI-Verifizierung erfolgte bereits im Juli. Ab August sollten die ersten Überprüfungen starten. Eine breitere Einführung der Altersbeschränkungen für Nutzer fand jedoch erst Ende September statt. Nun ist eine neue Welle an Einschränkungen zu beobachten.
Faktencheck Altersverifizierung
- Ankündigung: Juli
- Erste Implementierung: August
- Breitere Einführung: Ende September
- Aktuelle Welle: Letzte 24 Stunden
Optionen zur Altersbestätigung
Betroffene Nutzer haben verschiedene Möglichkeiten, ihr Alter zu verifizieren und die Einschränkungen aufzuheben. Eine Möglichkeit ist die Nutzung eines offiziellen Ausweisdokuments. Hierbei wird ein Bild des Ausweises hochgeladen, um das Alter zu bestätigen.
Eine weitere Option ist die Altersprüfung per Selfie. Dabei wird ein Foto des Nutzers gemacht, das dann von einer KI-Technologie analysiert wird, um das geschätzte Alter zu ermitteln. Alternativ kann auch eine Kreditkarte zur Altersbestätigung verwendet werden.
"Die neuen Maßnahmen sollen sicherstellen, dass altersbeschränkte Inhalte nur von Nutzern angesehen werden, die volljährig sind. Dies ist ein wichtiger Schritt zum Schutz junger Menschen auf unserer Plattform."
Auswirkungen auf eingeschränkte Konten
Für Konten, die als unter 18 Jahren eingestuft werden, gelten spezifische Einschränkungen. Diese Maßnahmen sollen eine sicherere Umgebung für jüngere Zuschauer schaffen und den Zugang zu potenziell schädlichen Inhalten verhindern.
Blockierung altersbeschränkter Videos
Der offensichtlichste Effekt ist die Blockierung von Videos, die von YouTube als altersbeschränkt eingestuft wurden. Diese Videos sind für Nutzer unter 18 Jahren nicht mehr zugänglich. Dies betrifft eine Vielzahl von Inhalten, die beispielsweise Gewalt, explizite Sprache oder andere sensible Themen behandeln.
Nicht-personalisierte Werbung
Eingeschränkte Konten erhalten nur noch nicht-personalisierte Werbung. Dies bedeutet, dass die Anzeigen nicht auf den individuellen Sehverlauf oder die Interessen des Nutzers zugeschnitten sind. Diese Maßnahme dient dem Datenschutz und der Vermeidung von gezielter Werbung an Minderjährige.
Hintergrund: Digitale Wohlfühl-Tools
Digitale Wohlfühl-Tools sind Funktionen, die Nutzern helfen, ihre Bildschirmzeit zu verwalten und gesündere digitale Gewohnheiten zu entwickeln. Dazu gehören Erinnerungen für Pausen ('Take a Break') und Schlafenszeit-Erinnerungen. Diese Tools werden für jüngere Nutzer standardmäßig aktiviert, um übermäßigen Konsum zu verhindern.
Standardmäßige Aktivierung von digitalen Wohlfühl-Tools
Digitale Wohlfühl-Tools wie "Mach eine Pause"-Erinnerungen und Schlafenszeit-Erinnerungen werden für eingeschränkte Konten standardmäßig aktiviert. Diese Funktionen sollen dazu beitragen, die Bildschirmzeit zu regulieren und gesunde Nutzungsgewohnheiten zu fördern.
Datenschutz-Erinnerungen
Beim Hochladen von Videos oder beim öffentlichen Kommentieren erhalten Nutzer unter 18 Jahren Erinnerungen zum Datenschutz. Dies soll das Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzes persönlicher Informationen schärfen und zu verantwortungsvollem Online-Verhalten anregen.
Minimierung problematischer Empfehlungen
YouTube minimiert die Empfehlungen von Videos, die bei wiederholtem Ansehen als problematisch eingestuft werden könnten. Dies ist ein proaktiver Schritt, um die Exposition gegenüber Inhalten zu reduzieren, die sich negativ auf junge Menschen auswirken könnten, selbst wenn sie nicht direkt altersbeschränkt sind.
Standardmäßige private Uploads
Alle Uploads von Nutzern unter 18 Jahren werden standardmäßig als privat eingestellt. Dies gibt jungen Kreativen mehr Kontrolle über ihre Inhalte und stellt sicher, dass sie bewusst entscheiden müssen, ob und wann sie ihre Videos öffentlich teilen möchten. Diese Einstellung kann später manuell geändert werden.
Einschränkung von Geschenk-Einnahmen
Die Möglichkeit, über Geschenke in vertikalen Livestreams Geld zu verdienen, wird ebenfalls eingeschränkt. Diese Maßnahme soll Minderjährige vor potenziellen finanziellen Risiken schützen und die Monetarisierung von Inhalten auf der Plattform altersgerecht gestalten.
YouTube setzt diese Maßnahmen fort, um eine sicherere Umgebung für alle Nutzer zu gewährleisten, insbesondere für Minderjährige. Die KI-gestützte Altersverifizierung ist ein zentraler Bestandteil dieser Strategie und wird voraussichtlich weiterentwickelt.





