Neue Informationen zu Samsungs lang erwartetem Mixed-Reality-Headset sind aufgetaucht. Ein umfangreicher Leak enthüllt nicht nur den offiziellen Namen „Samsung Galaxy XR“, sondern auch detaillierte technische Daten, das Design und Zubehör. Das Gerät positioniert sich als direkter Konkurrent zu Apples Vision Pro und Metas Quest-Serie.
Die Enthüllungen, die von der Publikation Android Headlines stammen, geben einen umfassenden Einblick in das Projekt, das intern als „Project Moohan“ bekannt war. Seit der ersten Ankündigung im Jahr 2023 hatte sich Samsung mit Details zurückgehalten.
Wichtige Erkenntnisse
- Samsungs XR-Headset wird voraussichtlich „Samsung Galaxy XR“ heißen.
- Es wird von einem Snapdragon XR2 Gen 2 Chip angetrieben und läuft auf Android XR mit Samsungs One UI.
- Das Gerät verfügt über zwei 4K-Micro-OLED-Displays und wiegt 545 Gramm.
- Neben Hand- und Augen-Tracking werden auch physische Controller unterstützt.
- Der Preis könnte Berichten zufolge zwischen 1.700 und 2.800 US-Dollar liegen.
Design und Hardware des Galaxy XR
Das Design des Samsung Galaxy XR erinnert an eine Mischung aus bekannten Geräten. Es kombiniert Elemente des Meta Quest Pro mit der Funktionalität des Apple Vision Pro. Das Headset verfügt über ein verstellbares Kopfband, das für einen besseren Tragekomfort sorgen soll. Eine zentrale Funktion ist der Passthrough-Modus, bei dem Kameras die reale Umgebung auf die internen Displays übertragen und so eine erweiterte Realität (XR) ermöglichen.
Ähnlich wie bei Apples Vision Pro setzt Samsung auf einen externen Akku. Diese Designentscheidung hilft dabei, das Gewicht des eigentlichen Headsets zu reduzieren. Mit einem Gewicht von 545 Gramm ist das Galaxy XR spürbar leichter als das Vision Pro, das über 600 Gramm wiegt. Ein geringeres Gewicht ist entscheidend für den Langzeitkomfort.
Steuerung und Interaktion
Samsung plant mehrere Steuerungsmethoden für das Galaxy XR. Das Headset unterstützt die Bedienung über Sprachbefehle sowie die Verfolgung von Augen- und Handbewegungen durch integrierte Kameras und Mikrofone. Dies ermöglicht eine intuitive, controllerlose Interaktion.
Zusätzlich dazu wird das Gerät laut dem Leak auch zwei physische Controller unterstützen. Die Bilder der Controller zeigen eine starke Ähnlichkeit mit den Touch Plus Controllern, die Meta für das Quest 3 verwendet. Diese duale Strategie – sowohl controllerlose als auch controllerbasierte Steuerung – könnte das Gerät für ein breiteres Publikum attraktiv machen, von Gelegenheitsnutzern bis hin zu Gamern.
Technische Spezifikationen im Detail
Im Inneren des Galaxy XR arbeitet der Snapdragon XR2 Gen 2 Prozessor von Qualcomm. Diese Wahl war erwartet worden, nachdem Qualcomm den Chip bereits 2024 als treibende Kraft für die nächste Generation von XR-Geräten vorgestellt hatte. Der Prozessor verspricht eine hohe Leistung, die für anspruchsvolle Mixed-Reality-Anwendungen notwendig ist.
Display-Technologie
Das Galaxy XR wird mit zwei hochauflösenden 4K-Micro-OLED-Bildschirmen ausgestattet sein – einer für jedes Auge. Diese Technologie ist für ihre exzellenten Schwarzwerte, hohen Kontraste und lebendigen Farben bekannt und gilt als entscheidend für ein immersives visuelles Erlebnis. Frühere Gerüchte der koreanischen Publikation The Elec hatten diese Spezifikation bereits angedeutet.
Die Akkulaufzeit wird auf etwa zwei Stunden geschätzt. Dieser Wert ist vergleichbar mit dem des Apple Vision Pro und unterstreicht die aktuell noch bestehenden technischen Hürden bei der Energieversorgung leistungsstarker, kompakter Headsets. Die Nutzung eines externen Akkus ist ein Kompromiss zwischen Laufzeit und Tragekomfort.
Software: Android XR mit Samsungs One UI
Auf dem Samsung Galaxy XR wird eine angepasste Version von Googles Betriebssystem Android XR laufen. Darüber legt Samsung seine eigene Benutzeroberfläche One UI. Dieser Ansatz ist von Samsungs Smartphones und Tablets bekannt, wo das Unternehmen ebenfalls eine stark modifizierte Android-Version einsetzt.
Geteilte Screenshots zeigen eine App-Übersicht, die neben Standard-Google-Apps auch Samsungs eigene Anwendungen wie den Browser, die Foto- und die Kamera-App enthält. Die Basis des Systems scheint jedoch eng an Googles Vision für Android XR angelehnt zu sein. Die Zusammenarbeit zwischen Google und Samsung in diesem Bereich wurde bereits 2024 angekündigt und zielt darauf ab, ein robustes Ökosystem für XR-Anwendungen zu schaffen.
Samsungs Weg in die erweiterte Realität
Samsung hat eine lange Geschichte mit VR-Produkten, die mit der Gear-VR-Reihe begann, welche in Zusammenarbeit mit Oculus (heute Meta) entwickelt wurde. Nach einer mehrjährigen Pause kündigte das Unternehmen 2023 offiziell seine Rückkehr in den XR-Markt an. Das Galaxy XR stellt den bisher ambitioniertesten Versuch dar, sich als wichtiger Akteur neben Apple und Meta zu etablieren.
Preis und Verfügbarkeit noch unklar
Obwohl der Leak viele technische Details preisgibt, bleiben zwei entscheidende Fragen offen: der genaue Preis und das Veröffentlichungsdatum. Samsung hatte in seinem Finanzbericht für das zweite Quartal 2025 bestätigt, dass die Auslieferung des Headsets noch für 2025 geplant sei. Ein offizielles Ankündigungsevent steht jedoch noch aus.
Frühere Gerüchte aus dem August 2025 deuteten auf eine hohe Preisspanne hin. Es wurde über einen Preis zwischen 2.500.000 und 4.000.000 südkoreanischen Won spekuliert.
Umgerechnet entspricht dies einem Betrag von etwa 1.700 bis 2.800 US-Dollar. Damit würde sich das Samsung Galaxy XR preislich zwischen dem Meta Quest 3 (ca. 500 US-Dollar) und dem Apple Vision Pro (ab 3.500 US-Dollar) positionieren. Der finale Preis wird ein entscheidender Faktor für den Markterfolg des Geräts sein.





