Für professionelle Mac-Nutzer könnte das Warten bald ein Ende haben. Aktuell verlängerte Lieferzeiten für die High-End-Modelle des MacBook Pro heizen die Gerüchte um eine bevorstehende Aktualisierung mit den neuen M5 Pro und M5 Max Chips an. Diese Entwicklung folgt auf die Veröffentlichung des Basis-MacBook Pro mit M5-Chip im vergangenen Herbst.
Beobachter der Lieferketten sehen in den Verzögerungen ein klassisches Anzeichen dafür, dass Apple die Produktion der aktuellen Generation drosselt, um Platz für neue Geräte zu schaffen. Betroffen sind vor allem die leistungsstärksten Konfigurationen, was die Spekulationen weiter befeuert.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Lieferzeiten für 14- und 16-Zoll MacBook Pro Modelle mit M4 Max Chip haben sich auf mehrere Wochen verlängert.
- Solche Verzögerungen sind oft ein Vorbote für die Einführung einer neuen Produktgeneration.
- Es wird erwartet, dass die neuen Modelle mit den leistungsstärkeren M5 Pro und M5 Max Chips ausgestattet werden.
- Ein Großteil der Mac-Produktpalette, einschließlich MacBook Air und iMac, steht ebenfalls vor einer möglichen M5-Aktualisierung im Jahr 2026.
Anzeichen für ein baldiges Upgrade
Wer derzeit versucht, ein 14-Zoll oder 16-Zoll MacBook Pro in der höchsten Ausstattungsvariante mit M4 Max Chip zu bestellen, muss sich auf Geduld einstellen. Statt einer sofortigen Verfügbarkeit geben die Online-Stores von Apple nun Liefertermine an, die bis in den späten Februar reichen. Dies betrifft verschiedene Konfigurationen der Spitzenmodelle.
Interessanterweise sind Modelle mit dem M4 Pro Chip weiterhin größtenteils sofort lieferbar. Auch der Mac Studio, der ebenfalls mit dem M4 Max Chip konfiguriert werden kann, zeigt keine vergleichbaren Lieferengpässe. Diese Diskrepanz deutet darauf hin, dass die Verzögerungen spezifisch die MacBook Pro Reihe betreffen und weniger auf allgemeine Lieferkettenprobleme, wie etwa einen Mangel an Arbeitsspeicher, zurückzuführen sind.
In der Vergangenheit war eine solche Verknappung bestehender Modelle oft ein sicheres Zeichen dafür, dass Apple die Produktionslinien für eine bevorstehende neue Generation vorbereitet.
Warum Lieferzeiten ein Indikator sind
Bevor ein neues Produkt auf den Markt kommt, muss ein Hersteller die Produktion des Vorgängermodells reduzieren, um Lagerbestände abzubauen und Fertigungskapazitäten freizumachen. Verlängerte Lieferzeiten für das alte Modell sind daher ein starkes Indiz dafür, dass dieser Prozess bereits im Gange ist und eine Ankündigung kurz bevorsteht.
Ein Jahr voller Mac-Neuheiten?
Das Jahr 2026 könnte für Mac-Enthusiasten besonders spannend werden. Abgesehen vom Basis-Modell des 14-Zoll MacBook Pro, das bereits im letzten Jahr ein M5-Upgrade erhielt, wartet fast die gesamte Produktpalette auf eine Aktualisierung. Die M4-Generation wurde vergleichsweise breit eingeführt und umfasste neben den MacBook Pros auch den iMac und den Mac mini.
Nun stehen mehrere Geräte für den Sprung auf die M5-Architektur bereit:
- MacBook Air
- Mac mini
- iMac
- Mac Studio
- Mac Pro
Während die Laptops der Air- und Pro-Serien in der Regel mit jeder Chip-Generation aktualisiert werden, hat Apple bei den Desktop-Macs in der Vergangenheit auch schon mal eine Generation übersprungen. Es bleibt also abzuwarten, welche Modelle tatsächlich ein M5-Upgrade erhalten und welche möglicherweise bis zum M6 warten müssen.
Unsichere Zukunft für den Mac Pro
Besondere Unsicherheit umgibt den Mac Pro. Das aktuelle Modell läuft noch mit einem M2 Ultra Chip. Berichten zufolge ist unklar, ob Apple eine M5-Ultra-Version für das High-End-Desktop-System plant, selbst wenn der Mac Studio einen entsprechenden Chip erhalten sollte.
Mögliche Synergien mit neuen Software-Angeboten
Ein möglicher Zeitpunkt für die Vorstellung neuer Hardware könnte der 28. Januar sein. An diesem Tag startet Apple sein neues Abonnement „Creator Studio“. Dieses Software-Paket bündelt professionelle Anwendungen wie Final Cut Pro und Logic Pro und richtet sich gezielt an Content Creator.
„Viele dieser Anwendungen würden in erheblichem Maße von der zusätzlichen CPU- und GPU-Leistung, dem Arbeitsspeicher und dem Speicherplatz profitieren, die in den High-End-Laptops von Apple verfügbar sind.“
Die gleichzeitige Einführung leistungsstärkerer M5 Pro und M5 Max Laptops wäre ein strategisch kluger Schachzug. Damit würde Apple Kreativprofis nicht nur ein attraktives Software-Abo, sondern auch die passende, optimierte Hardware anbieten, um das volle Potenzial der Programme auszuschöpfen.
Neues Einsteigermodell am Horizont?
Neben den erwarteten Updates im Profi-Segment gibt es auch Gerüchte über ein komplett neues Mac-Modell am unteren Ende des Preisspektrums. Es wird spekuliert, dass Apple an einem günstigen Laptop arbeitet, der von einem A-Series Chip angetrieben wird, ähnlich wie bei iPhones und iPads.
Dieses Gerät könnte das in die Jahre gekommene M1 MacBook Air ersetzen, das in den USA teilweise immer noch für rund 599 US-Dollar über Drittanbieter verkauft wird. Ein solches Modell würde Apple eine wettbewerbsfähige Option im Preissegment unterhalb des aktuellen M4 MacBook Air verschaffen und eine direkte Konkurrenz zu günstigen Windows-Laptops und Chromebooks darstellen.
Auch hier gibt es ein Indiz aus der Lieferkette: Das M1 MacBook Air ist bei einigen Händlern nur noch mit geringem Lagerbestand verfügbar. Dies könnte darauf hindeuten, dass auch in diesem Segment eine Ablösung bevorsteht. Für preisbewusste Käufer könnte sich also ebenfalls das Warten lohnen.





