Lego hat eine neue Ära des interaktiven Spielens eingeläutet. Ab sofort können drei neue Star Wars Bausätze vorbestellt werden, die erstmals den sogenannten „Smart Brick“ enthalten. Diese innovative Technologie, die auf der diesjährigen CES vorgestellt wurde, integriert Licht, Ton und Sensoren direkt in die Klemmbausteine und soll ab dem 1. März 2026 ausgeliefert werden.
Wichtige Fakten
- Lego startet sein neues „Smart Play“-System mit drei Star Wars Sets.
- Der Kern der Technologie ist der „Smart Brick“, ein kleiner Computer mit LEDs, Lautsprecher und Sensoren.
- Die Sets sind ab sofort vorbestellbar und kosten zwischen 69,99 und 159,99 US-Dollar.
- Die Auslieferung der neuen Produkte beginnt am 1. März 2026.
Die Technologie hinter dem Smart Brick
Der Lego Smart Brick ist mehr als nur ein leuchtender Stein. Er fungiert als eigenständiger Mini-Computer, der nahtlos in bestehende Lego-Konstruktionen integriert werden kann. Ausgestattet mit LEDs, einem Lautsprecher, einem Mikrofon und drahtloser Konnektivität, verleiht er den Modellen eine neue Dimension der Interaktivität.
Eine Reihe von Sensoren ermöglicht es dem Stein, auf seine Umgebung zu reagieren. Er kann Bewegungen, Lichtverhältnisse und sogar Gesten erkennen. Diese Fähigkeiten erlauben es, dynamische Spielszenarien zu schaffen, die weit über das statische Bauen hinausgehen.
Interaktion durch NFC-Technologie
Ein wesentlicher Bestandteil des neuen Systems sind die „Smart Tags“ und spezielle Minifiguren. Diese enthalten eingebettete NFC-Tags, die vom Smart Brick erkannt werden. Nähert sich beispielsweise eine Luke Skywalker Smart-Figur dem Cockpit eines X-Wings, kann der Smart Brick automatisch passende Soundeffekte wie das Starten der Triebwerke oder Zitate aus den Filmen abspielen.
Obwohl die Steine nicht direkt vom Nutzer programmierbar sind, hat Lego bestätigt, dass sie über eine mobile App aktualisiert werden können. Dies ermöglicht die Einführung neuer Funktionen und Inhalte in der Zukunft, was die Langlebigkeit der Sets erhöht.
Drei Star Wars Sets zum Start
Lego hat sich entschieden, die neue Technologie mit seiner äußerst beliebten Star Wars Lizenz einzuführen. Drei Sets demonstrieren die unterschiedlichen Möglichkeiten des Smart Play Systems und richten sich an verschiedene Budgets.
Smart Play: Darth Vaders TIE Fighter
Das Einsteigerset ist Darth Vaders TIE Fighter für 69,99 US-Dollar. Es besteht aus 473 Teilen und enthält einen Smart Brick, einen Smart Tag sowie eine Smart-Minifigur von Darth Vader. Dieses Set ist darauf ausgelegt, die grundlegenden Funktionen wie Soundeffekte und Lichtreaktionen zu demonstrieren.
Smart Play: Luke's Red Five X-Wing
Für 89,99 US-Dollar ist das Set Luke's Red Five X-Wing erhältlich. Mit 581 Teilen bietet es ein komplexeres Bauerlebnis. Der Lieferumfang umfasst einen Smart Brick, fünf Smart Tags und die Smart-Figuren von Luke Skywalker und Prinzessin Leia. Die größere Anzahl an Tags ermöglicht vielfältigere Interaktionen innerhalb des Modells.
Smart Play: Thronraumduell & A-Wing
Das größte der drei Sets ist das Thronraumduell & A-Wing für 159,99 US-Dollar. Es enthält 962 Teile und ist das umfangreichste Paket. Hier sind zwei Lego Smart Bricks, fünf Smart Tags und die Smart-Figuren von Luke, Darth Vader und Imperator Palpatine enthalten. Mit zwei intelligenten Steinen lassen sich komplexere Szenen und Interaktionen zwischen verschiedenen Modellen realisieren.
Kabelloses Laden inklusive
Alle drei Sets werden mit einem neuen kabellosen Ladegerät von Lego ausgeliefert. Dieses kann zwei Smart Bricks gleichzeitig mit Energie versorgen, was den Spielkomfort erhöht und den Bedarf an Batteriewechseln eliminiert.
Eine Evolution des Spielens
Die Einführung des Smart Brick stellt für Lego einen bedeutenden Schritt dar. Das Unternehmen, das traditionell für fantasiebasiertes, analoges Spielen bekannt ist, wagt sich damit weiter in den Bereich des digitalen Spielzeugs vor. Dies ist jedoch nicht der erste Vorstoß von Lego in die Welt der Elektronik. Produktlinien wie Mindstorms oder Powered Up haben bereits programmierbare und motorisierte Elemente in das Lego-System integriert.
Der Smart Brick verfolgt jedoch einen anderen Ansatz. Statt auf Programmierung setzt er auf eine intuitive, sofortige Interaktion. Das Ziel scheint zu sein, die digitale Ebene direkt und unkompliziert in das physische Spiel zu integrieren, ohne dass dafür Programmierkenntnisse erforderlich sind.
„Die Smart Bricks sind weitaus intelligenter und fantasievoller, als ich erwartet hatte“, kommentierte ein Technik-Journalist nach einer Demonstration auf der CES 2026. Dies deutet darauf hin, dass die Technologie das Potenzial hat, auch skeptische Beobachter zu überzeugen.
Lego selbst bezeichnete die Ankündigung als die „bedeutendste Weiterentwicklung“ seit 50 Jahren. Diese Aussage unterstreicht die hohen Erwartungen, die das Unternehmen in das neue System setzt. Es geht nicht nur darum, ein paar neue Sets zu verkaufen, sondern möglicherweise darum, die Art und Weise, wie Kinder und Erwachsene mit Lego spielen, grundlegend zu verändern.
Gemischte Reaktionen der Fangemeinde
Die Reaktionen auf die Ankündigung des Smart Play Systems sind geteilt. In Online-Foren und sozialen Medien zeigen sich viele Fans begeistert von den neuen Möglichkeiten. Sie sehen darin eine spannende Weiterentwicklung, die klassische Lego-Modelle zum Leben erweckt und neue, dynamische Spielmöglichkeiten schafft.
Andere wiederum äußern Bedenken. Einige langjährige Sammler und Baumeister befürchten, dass die Technologie die eigene Vorstellungskraft einschränken könnte. Ein zentraler Aspekt des Lego-Erlebnisses war schon immer, dass Geräusche und Aktionen in der Fantasie des Spielers stattfanden. Die Sorge ist, dass vorgegebene Sounds und Lichteffekte diese Kreativität untergraben könnten.
Die Balance zwischen Tradition und Innovation
Die aktuelle Debatte spiegelt eine grundlegende Herausforderung für etablierte Spielzeughersteller wider: Wie kann man relevant bleiben in einer zunehmend digitalen Welt, ohne die Kernwerte der eigenen Marke zu verlieren? Lego versucht mit dem Smart Brick, eine Brücke zwischen diesen beiden Welten zu schlagen – eine Aufgabe, die Fingerspitzengefühl erfordert.
Letztendlich wird der Erfolg des Systems davon abhängen, wie gut es den Nutzern gelingt, die Technologie in ihre eigenen Kreationen zu integrieren und ob die interaktiven Elemente als Bereicherung oder als Einschränkung empfunden werden. Die ersten drei Sets sind ein klarer Testballon, dessen Ergebnis die zukünftige Ausrichtung von Lego maßgeblich beeinflussen könnte.





