Apple hat die zweite Beta-Version von iOS 26.4 für Entwickler freigegeben und damit einen wichtigen Test für die Zukunft der plattformübergreifenden Kommunikation gestartet. Die neue Version, die nur eine Woche nach der ersten Beta erscheint, erweitert die Tests für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von RCS-Nachrichten auf die Kommunikation zwischen iPhone- und Android-Geräten. Dies ist ein entscheidender Schritt, um die Sicherheit und Funktionalität von Nachrichten zwischen den beiden größten mobilen Ökosystemen zu verbessern.
Neben dieser zentralen Neuerung bringt das Update mit der Build-Nummer 23E5218e auch kleinere Anpassungen an der Benutzeroberfläche und in den Bedienungshilfen. Die Veröffentlichung einer öffentlichen Beta-Version wird in Kürze erwartet.
Die wichtigsten Neuerungen
- Apple beginnt mit dem Test der Ende-zu-Ende-verschlüsselten RCS-Kommunikation zwischen iPhones und Android-Geräten.
- Eine neue Option in den Bedienungshilfen ermöglicht die Reduzierung von Hervorhebungseffekten.
- Die Benutzeroberfläche der Games-App wurde überarbeitet und an das Design des App Stores angepasst.
- Kleinere visuelle Anpassungen verbessern die Darstellung im Dunkelmodus und im App Store.
Ein Meilenstein für sichere Nachrichten
Die bedeutendste Änderung in iOS 26.4 Beta 2 ist die Ausweitung der Tests für den RCS-Standard (Rich Communication Services). Während die erste Beta die Tests auf die Kommunikation zwischen iPhones beschränkte, schließt die neue Version nun auch Android-Geräte mit ein. Dies markiert den Beginn einer neuen Ära für die mobile Kommunikation, die lange von der Kluft zwischen Apples iMessage und dem SMS/MMS-Standard auf Android-Geräten geprägt war.
RCS soll die veralteten SMS- und MMS-Protokolle ersetzen und Funktionen wie Lesebestätigungen, Tippindikatoren und den Versand hochauflösender Medien ermöglichen, die iPhone-Nutzer von iMessage gewohnt sind. Die Einführung einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist dabei der wichtigste Aspekt, da sie die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer erheblich verbessert.
Was bedeutet der Test in der Praxis?
Apple hat klargestellt, dass es sich bei der aktuellen Implementierung um eine Testphase handelt. Die Funktion wird nicht in der finalen Version von iOS 26.4 enthalten sein, sondern ist für zukünftige Betriebssystem-Updates geplant. Dies gibt Entwicklern und Mobilfunkanbietern die Möglichkeit, die Technologie gründlich zu erproben und eventuelle Probleme zu beheben.
In dieser Beta wird die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von RCS zum Testen zwischen Apple- und Android-Geräten verfügbar. Diese Funktion wird nicht in dieser Version ausgeliefert und wird Kunden in zukünftigen Versionen von iOS, iPadOS, macOS und watchOS 26 zur Verfügung stehen.
Die Verschlüsselung befindet sich laut Apple im Beta-Stadium und ist noch nicht für alle Geräte oder Anbieter verfügbar. Gespräche, die als verschlüsselt gekennzeichnet sind, können während der Übertragung zwischen den Geräten nicht von Dritten mitgelesen werden.
Hintergrund: Der lange Weg zu RCS
Die Integration von RCS auf dem iPhone wurde seit Jahren von Google und anderen Branchenvertretern gefordert. Apple wehrte sich lange dagegen, um die Exklusivität seines iMessage-Dienstes zu wahren. Der zunehmende regulatorische Druck, insbesondere durch den Digital Markets Act (DMA) in der Europäischen Union, hat das Unternehmen jedoch zum Umdenken bewogen. Die Implementierung von RCS wird die Kommunikation zwischen den Plattformen nahtloser und sicherer machen.
Weitere Anpassungen und Verbesserungen
Obwohl der RCS-Test im Mittelpunkt steht, enthält iOS 26.4 Beta 2 weitere nützliche Änderungen, die das Benutzererlebnis verfeinern. Diese betreffen vor allem die Bedienungshilfen und das Design einiger System-Apps.
Neue Option für Barrierefreiheit
Im Menü „Bedienungshilfen“ unter „Anzeige & Textgröße“ gibt es einen neuen Schalter mit der Bezeichnung „Hervorhebungseffekte reduzieren“. Diese Funktion soll visuelle Effekte an den Rändern von Schaltflächen und Schiebereglern minimieren. Dies kann für Nutzer mit bestimmten visuellen Empfindlichkeiten oder zur Reduzierung von visuellen Ablenkungen hilfreich sein.
Fokus auf Zugänglichkeit
Apple investiert kontinuierlich in Bedienungshilfen, um seine Geräte für eine breitere Nutzerbasis zugänglich zu machen. Funktionen wie diese scheinen zwar klein, haben aber für betroffene Nutzer eine große Auswirkung auf die tägliche Bedienbarkeit des iPhones.
Rückkehr zu bewährtem Design
In der ersten Beta von iOS 26.4 hatte Apple bereits die Benutzeroberfläche des App Stores angepasst und die Suchleiste wieder an den oberen Rand des Such-Tabs verschoben. Diese Änderung, die an das Design früherer iOS-Versionen erinnert, wurde nun auch in der Games-App umgesetzt.
Diese Design-Entscheidung deutet darauf hin, dass Apple auf Nutzerfeedback reagiert und einige der umstritteneren UI-Änderungen der letzten Jahre zurücknimmt. Eine konsistente Platzierung der Suchleiste in verschiedenen Apps verbessert die intuitive Bedienung des Systems.
- App Store: Suchleiste in Beta 1 nach oben verschoben.
- Games-App: Suchleiste in Beta 2 ebenfalls nach oben verschoben.
- Konsistenz: Vereinheitlichung der Benutzeroberfläche über System-Apps hinweg.
Kleine, aber feine UI-Optimierungen
Über die größeren Änderungen hinaus wurden auch kleinere visuelle Details im System verfeinert. Diese tragen zu einem stimmigeren Gesamteindruck bei, insbesondere für Nutzer des Dunkelmodus.
Wenn das iPhone im Dunkelmodus betrieben wird, erscheinen die Pop-up-Menüs im Kontrollzentrum nun ebenfalls mit einem dunklen Hintergrund. Dies sorgt für eine visuell einheitlichere Darstellung. Zudem wurden geringfügige Anpassungen an der Account-Hub-Oberfläche im App Store vorgenommen, die das Layout weiter optimieren.
Ausblick auf die finale Version
iOS 26.4 entwickelt sich zu einem wichtigen Update, das nicht nur über 40 Detailänderungen in Bereichen wie Apple Music und Podcasts mit sich bringt, sondern mit dem RCS-Test auch die Weichen für die Zukunft der mobilen Kommunikation stellt. Entwickler haben nun die Möglichkeit, diese neuen Funktionen zu testen und Feedback zu geben, bevor das Update in einigen Wochen oder Monaten für alle Nutzer veröffentlicht wird.
Die Tests zur plattformübergreifenden Verschlüsselung sind ein klares Signal, dass Apple die Interoperabilität zwischen iPhone und Android ernst nimmt. Auch wenn die vollständige RCS-Integration noch etwas dauern wird, ist der Grundstein mit dieser Beta-Version gelegt.





