Kurz vor der erwarteten offiziellen Vorstellung der neuen Samsung Galaxy S26-Serie sind Dokumente aufgetaucht, die auf eine überraschende Änderung bei der Akkutechnologie hindeuten. Während die neuen Modelle eine deutlich längere Laufzeit pro Ladung bieten sollen, könnte die Gesamtlebensdauer der Akkus spürbar kürzer ausfallen.
Das Wichtigste in Kürze
- Geleakte EU-Labels deuten auf eine reduzierte Anzahl an Ladezyklen für die Galaxy S26-Serie hin.
- Die Akkus sollen nur noch 1.200 Zyklen überstehen, bevor die Kapazität auf 80 % sinkt, im Vergleich zu 2.000 Zyklen beim Vorgänger.
- Gleichzeitig zeigen die Daten eine stark verbesserte Energieeffizienz mit bis zu 14 Stunden längerer Laufzeit pro Ladung.
- Diese Entwicklung könnte einen strategischen Kompromiss zwischen täglicher Nutzung und langfristiger Haltbarkeit darstellen.
Ein Schritt zurück bei der Langlebigkeit
Informationen aus EU-Zertifizierungsdokumenten, die vorab an die Öffentlichkeit gelangten, sorgen in der Technik-Community für Diskussionen. Den Daten zufolge sind die Akkus der gesamten Galaxy S26-Reihe – vom Standardmodell über das S26+ bis hin zum S26 Ultra – für 1.200 Ladezyklen spezifiziert.
Ein Ladezyklus beschreibt das vollständige Auf- und Entladen eines Akkus. Die Angabe bedeutet, dass die Batterie nach etwa 1.200 dieser Zyklen noch eine Restkapazität von 80 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung aufweisen sollte. Ein Wert unter 80 Prozent wird oft als signifikanter Verschleiß angesehen.
Vergleich zum Vorgängermodell
Die Vorgängerserie, das Samsung Galaxy S25, wurde noch mit einer deutlich höheren Langlebigkeit beworben. Deren Akkus waren für 2.000 Ladezyklen ausgelegt, bevor die Kapazität auf 80 Prozent sinkt. Die Reduzierung um 800 Zyklen, also um 40 Prozent, ist ein bemerkenswerter Schritt, der Fragen zur Nachhaltigkeit und langfristigen Nutzung der neuen Geräte aufwirft.
Für Nutzer, die ihr Smartphone über mehrere Jahre behalten möchten, könnte dies bedeuten, dass ein Akkutausch früher notwendig wird als bei der vorherigen Generation. Diese Änderung steht im Kontrast zum wachsenden Trend, die Lebensdauer von Elektronikgeräten zu verlängern.
Deutlicher Sprung bei der täglichen Laufzeit
Während die Langlebigkeit der Batterie Anlass zur Sorge geben könnte, zeigen dieselben Dokumente eine beeindruckende Verbesserung in einem anderen, für den Alltag oft wichtigeren Bereich: der Energieeffizienz.
In einem standardisierten EU-Akkutest erreichte das Basismodell des Samsung Galaxy S26 eine Laufzeit von 51 Stunden. Das ist eine erhebliche Steigerung im Vergleich zu den 37 Stunden des Galaxy S25. Nutzer könnten sich also über bis zu 14 Stunden mehr Nutzungszeit pro voller Ladung freuen.
Laufzeiten im Überblick
- Galaxy S26: 51 Stunden (Vorgänger S25: 37 Stunden)
- Galaxy S26+: 55 Stunden (Vorgänger S25+: 43,5 Stunden)
- Galaxy S26 Ultra: 55 Stunden (Vorgänger S25 Ultra: ca. 45 Stunden)
Auch die größeren Modelle, das Galaxy S26+ und das S26 Ultra, legen deutlich zu. Beide sollen eine Laufzeit von 55 Stunden erreichen, was einer Verbesserung von über 10 Stunden gegenüber ihren jeweiligen Vorgängern entspricht. Dieser Effizienzgewinn könnte auf optimierte Prozessoren, ein besseres Software-Management oder eine neue Akkuzusammensetzung zurückzuführen sein.
Ein bewusster Kompromiss?
Die gleichzeitige Verringerung der Ladezyklen und die massive Steigerung der täglichen Laufzeit legen die Vermutung nahe, dass Samsung hier einen strategischen Kompromiss eingeht. Der Fokus scheint sich von maximaler Langlebigkeit auf eine überragende Nutzererfahrung im Alltag zu verschieben.
Für viele Anwender ist die Frage, ob das Smartphone zuverlässig durch den Tag oder sogar durch zwei Tage kommt, relevanter als die Frage, wie der Akku in drei oder vier Jahren performt. Eine längere Laufzeit pro Ladung bedeutet auch, dass das Gerät seltener geladen werden muss. Dies könnte den Verschleiß durch die reduzierte Anzahl an Ladezyklen im täglichen Gebrauch teilweise kompensieren.
Die vorliegenden Daten deuten auf einen klaren Zielkonflikt hin: Nutzer erhalten eine deutlich bessere Ausdauer für den täglichen Gebrauch, müssen aber möglicherweise eine kürzere Gesamtlebensdauer des Akkus in Kauf nehmen.
Es bleibt abzuwarten, wie Samsung diesen Schritt kommunizieren wird. Möglicherweise gibt es technologische Gründe für diese Entscheidung, bei denen eine höhere Energiedichte und Effizienz zu Lasten der Zyklenfestigkeit gehen.
Offizielle Bestätigung steht noch aus
Es ist wichtig zu betonen, dass es sich bei diesen Informationen um Leaks aus Zertifizierungsdokumenten handelt. Auch wenn solche Daten in der Vergangenheit oft zutreffend waren, sind sie nicht offiziell von Samsung bestätigt.
Die vollständigen und finalen Spezifikationen der Galaxy S26-Serie werden erst beim kommenden Samsung Galaxy Unpacked Event bekannt gegeben. Dort wird sich zeigen, ob sich diese Berichte bewahrheiten und wie der Hersteller die neue Akkustrategie begründet. Bis dahin bleibt die Entwicklung ein spannendes Thema für alle, die auf die nächste Smartphone-Generation von Samsung warten.




