Apple bereitet offenbar die Einführung eines neuen, preisgünstigen MacBooks vor, das sich speziell an Studierende und preisbewusste Käufer richten soll. Berichten zufolge könnte das Gerät bereits Anfang März vorgestellt werden und mit einem Chip aus der iPhone-Reihe ausgestattet sein, was eine deutliche Abkehr von der bisherigen Strategie darstellt.
Das neue Modell soll in einer Reihe von leuchtenden Farben erhältlich sein und preislich deutlich unter dem aktuellen MacBook Air angesiedelt werden. Ziel ist es, eine direkte Konkurrenz zu Googles erfolgreichen Chromebooks im Bildungssektor zu schaffen.
Die wichtigsten Informationen
- Ein neues, günstigeres MacBook-Modell wird erwartet.
- Als Prozessor soll der A18 Pro Chip aus dem iPhone zum Einsatz kommen.
- Das Gerät zielt auf den Bildungsmarkt ab und soll preislich mit Chromebooks konkurrieren.
- Eine Vorstellung ist für Anfang März 2026 im Gespräch.
Ein MacBook für den Bildungssektor
Seit Jahren dominieren günstige Laptops mit Googles ChromeOS den Bildungsmarkt. Apple plant nun offenbar einen direkten Gegenangriff mit einem eigenen Einsteiger-Notebook. Das kommende MacBook soll speziell für die Bedürfnisse von Schülern und Studenten entwickelt worden sein.
Die Strategie erinnert an das preisgünstige iPad, mit dem Apple bereits erfolgreich ein günstigeres Einstiegsmodell neben den teureren Pro-Varianten etabliert hat. Durch die Verwendung bewährter, aber kostengünstigerer Komponenten könnte das Unternehmen einen Preis erreichen, der für Bildungseinrichtungen und Familien attraktiv ist.
Apples Rückkehr ins Einsteigersegment
In der Vergangenheit bot Apple bereits ein 12-Zoll-MacBook an, das für seine Portabilität bekannt war, aber aufgrund eines leistungsschwachen Prozessors und eines hohen Preises nur begrenzten Erfolg hatte. Das neue Modell scheint aus diesen Erfahrungen zu lernen, indem es auf einen leistungsfähigen mobilen Chip zu einem deutlich niedrigeren Preis setzt.
Design und Farben: Eine neue Ästhetik
Informationen aus der Lieferkette deuten darauf hin, dass das neue MacBook ein Aluminiumgehäuse besitzen wird, ähnlich dem des MacBook Air. Die Displaygröße wird voraussichtlich bei 12,9 oder 13 Zoll liegen. Um die Kosten niedrig zu halten, könnte Apple auf ein etwas dickeres Gehäuse als beim ultraflachen MacBook Air setzen.
Ein dickerer Aufbau hätte jedoch auch Vorteile. In Verbindung mit dem energieeffizienten A-Series-Chip könnte dies zu einer außergewöhnlich langen Akkulaufzeit führen – ein entscheidendes Kriterium für den mobilen Einsatz in Schulen und Universitäten.
Ein besonderes Merkmal soll die Farbvielfalt sein. Apple hat angeblich verschiedene Töne getestet, darunter:
- Hellgelb
- Hellgrün
- Blau
- Pink
- Silber
- Dunkelgrau
Der bekannte Analyst Ming-Chi Kuo geht davon aus, dass zum Start mindestens vier Farben angeboten werden, wahrscheinlich Gelb, Silber, Blau und Pink, ähnlich der Farbpalette des iPads.
Herzstück des Geräts: Der A18 Pro Chip
Die größte Überraschung ist die Wahl des Prozessors. Anstelle eines M-Series-Chips, wie er in aktuellen Macs verbaut ist, soll das neue MacBook vom A18 Pro Chip angetrieben werden. Dieser Prozessor wurde erstmals im iPhone 16 Pro eingesetzt und basiert auf einem fortschrittlichen 3-Nanometer-Verfahren.
Leistung des A18 Pro
Der A18 Pro verfügt über eine 6-Kern-CPU, eine 6-Kern-GPU und eine 16-Kern-Neural-Engine. In Leistungstests erreicht er einen Single-Core-Wert von rund 3.451 und einen Multi-Core-Wert von 8.572 Punkten. Damit übertrifft er den M1-Chip, den Apple lange im Einsteiger-MacBook Air verbaute, und liegt in der Single-Core-Leistung nicht weit hinter dem M4-Chip.
Für alltägliche Aufgaben wie das Surfen im Internet, die Erstellung von Dokumenten, Videostreaming und leichte Bildbearbeitung ist diese Leistung mehr als ausreichend. Anspruchsvolle Anwendungen wie 4K-Videoschnitt oder professionelles 3D-Rendering bleiben jedoch die Domäne der teureren MacBook-Pro-Modelle mit M-Chips.
Technische Ausstattung und Anschlüsse
Beim Arbeitsspeicher werden mindestens 8 GB RAM erwartet. Diese Menge ist notwendig, um Apples KI-Funktionen, bekannt als Apple Intelligence, zu unterstützen. Es ist jedoch auch denkbar, dass Apple dem Gerät standardmäßig 16 GB spendiert, um es klarer von den iPads abzugrenzen.
Beim Speicherplatz könnte Apple ebenfalls sparen. Während das MacBook Air mit 256 GB startet, könnte das Einsteigermodell mit einer 128-GB-SSD ausgestattet sein, um den Preis weiter zu senken.
Eine wichtige Einschränkung betrifft die Anschlüsse. Da der A18 Pro Chip keine Thunderbolt-Technologie unterstützt, wird das MacBook voraussichtlich nur über USB-C-Anschlüsse mit einer Geschwindigkeit von 10 Gbit/s verfügen. Dies limitiert auch die Anschlussmöglichkeiten für externe Monitore auf wahrscheinlich nur ein einziges Display.
Preis und Verfügbarkeit: Wann kommt das Einsteiger-MacBook?
Die Preisgestaltung ist der entscheidende Faktor für den Erfolg des Geräts. Das aktuelle MacBook Air beginnt bei 999 US-Dollar. Das neue, günstigere Modell wird deutlich darunter erwartet. Experten spekulieren über einen Preis zwischen 599 und 799 US-Dollar.
Ein Preis von 599 bis 799 US-Dollar würde das neue MacBook direkt gegen High-End-Chromebooks positionieren und es gleichzeitig knapp über dem iPad Air platzieren, was eine sinnvolle Ergänzung des Produktportfolios wäre.
Ein solcher Preis würde es Apple ermöglichen, im Bildungsmarkt aggressiv aufzutreten, wo das Budget eine zentrale Rolle spielt. Der Name des Geräts ist noch unklar, aber eine einfache Bezeichnung wie „MacBook“ gilt als wahrscheinlich, da dieser Name derzeit nicht verwendet wird.
Gerüchten zufolge plant Apple die Vorstellung im Rahmen eines speziellen Events am 4. März in New York, London und Shanghai. Es ist möglich, dass das Produkt kurz zuvor per Pressemitteilung angekündigt wird, um ausgewählten Medienvertretern vor Ort eine erste Praxiserfahrung zu ermöglichen.





