Apple hat seine neue Generation von Laptops vorgestellt, die mit den M5, M5 Pro und M5 Max Chips ausgestattet sind. Die MacBook Pro und MacBook Air Modelle bieten deutliche Leistungssteigerungen, insbesondere bei KI-Anwendungen, gehen aber auch mit spürbaren Preiserhöhungen einher. Als Ausgleich verdoppelt das Unternehmen den Basisspeicher bei vielen Konfigurationen.
Die neuen Geräte sind ab dem 4. März vorbestellbar und sollen ab dem 11. März im Handel erhältlich sein. Die Preisanpassungen spiegeln die gestiegenen Kosten für Speicherkomponenten wider, die durch den globalen KI-Boom verursacht werden.
Die wichtigsten Punkte
- Apple hat neue MacBook Pro und MacBook Air Modelle mit M5-Chips vorgestellt.
- Die Preise steigen um 100 bis 200 US-Dollar, je nach Modell.
- Als Kompensation wird der Basisspeicher bei den meisten Modellen verdoppelt.
- Die M5-Chips verfügen über eine neue Architektur mit Fokus auf KI-Leistung und Effizienz.
- Die neuen Laptops sind mit Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 ausgestattet.
Preisanstieg als Reaktion auf den KI-Boom
Kunden, die auf die neueste MacBook-Generation umsteigen möchten, müssen tiefer in die Tasche greifen. Das 14-Zoll MacBook Pro mit M5 Pro Chip startet nun bei 2.199 US-Dollar, während das 16-Zoll Modell bei 2.699 US-Dollar beginnt. Dies entspricht einer Preiserhöhung von 200 US-Dollar im Vergleich zu den Vorgängermodellen mit M4 Pro Chip.
Auch das beliebte MacBook Air ist von den Preisanpassungen betroffen. Das 13-Zoll Modell kostet nun ab 1.099 US-Dollar und das 15-Zoll Modell ab 1.299 US-Dollar, was jeweils einem Anstieg von 100 US-Dollar entspricht.
Hintergrund: Speicherknappheit treibt die Preise
Die Hauptursache für die höheren Preise liegt in der globalen Knappheit von Speicherchips wie DRAM und NAND-Flash. Der enorme Bedarf an Rechenleistung für die Entwicklung und den Betrieb von künstlicher Intelligenz hat die Nachfrage nach diesen Komponenten in die Höhe schnellen lassen, was zu weltweit steigenden Preisen führt.
Um diese Preiserhöhung für die Kunden attraktiver zu gestalten, hat Apple eine signifikante Änderung an der Ausstattung vorgenommen. Die Basisspeicherkapazität wurde bei den neuen Modellen verdoppelt. Das MacBook Pro mit M5 Pro wird nun standardmäßig mit 1 TB Speicher ausgeliefert, während die M5 Max Variante sogar 2 TB erhält. Auch das MacBook Air profitiert von diesem Schritt und startet nun mit 512 GB.
Obwohl Apple für seine Speicher-Upgrades traditionell hohe Preise verlangt, gleicht dieser Schritt die Kostensteigerung teilweise aus. Ein vergleichbar ausgestattetes M4-System hätte einen ähnlichen Preis gehabt. Dennoch nutzt das Unternehmen diesen Weg, um die gestiegenen Kosten für Arbeitsspeicher (DRAM) zu kompensieren.
Die neue Architektur des M5-Chips
Das Herzstück der neuen MacBooks ist die M5-Chipfamilie, die eine grundlegend neue Architektur aufweist. Erstmals setzt Apple auf ein heterogenes Multi-Die-Design, bei dem separate Chips für CPU und GPU auf einem einzigen Prozessor kombiniert werden. Dieses Konzept ähnelt den Ansätzen, die auch von Konkurrenten wie Intel und AMD verfolgt werden.
Neue Kernstruktur für mehr Leistung
Eine weitere Neuerung ist die Differenzierung der Prozessorkerne. Apple führt eine dreistufige Struktur ein:
- Super-Kerne: Die schnellsten Kerne für anspruchsvolle Single-Thread-Aufgaben.
- Performance-Kerne: Optimiert für Multi-Thread-Workloads, exklusiv in M5 Pro und M5 Max.
- Effizienz-Kerne: Für alltägliche Aufgaben bei minimalem Energieverbrauch, im Standard-M5-Chip verbaut.
Der Standard-M5-Chip verfügt über vier Super-Kerne und sechs Effizienz-Kerne. Die leistungsstärkeren M5 Pro und M5 Max Modelle können mit bis zu sechs Super-Kernen und zwölf Performance-Kernen konfiguriert werden. Diese neue Aufteilung soll eine bessere Balance zwischen Spitzenleistung und Energieeffizienz ermöglichen.
Ein starker Fokus auf künstliche Intelligenz
Ein zentrales Merkmal der neuen M5-Generation ist die massive Steigerung der Grafikleistung, die speziell auf KI-Anwendungen abzielt. Die GPU der neuen Chips enthält nun einen integrierten neuronalen Beschleuniger, vergleichbar mit den Tensor Cores von Nvidia. Dieser ist für Matrixmultiplikationen optimiert, eine grundlegende Berechnung für KI-Modelle.
Leistungssprünge bei KI-Anwendungen
Apple gibt an, dass das Topmodell mit M5 Max Chip bei der Bilderzeugung mit KI bis zu 3,8-mal schneller ist als die Vorgängergeneration. Bei der Verarbeitung von Anfragen an große Sprachmodelle (LLMs) soll die Geschwindigkeit sogar um das 4-fache gestiegen sein.
Die Speicherbandbreite, ein oft limitierender Faktor bei KI-Aufgaben, wurde ebenfalls erhöht. Der M5 Pro erreicht nun 307 GB/s, während der M5 Max auf beeindruckende 614 GB/s kommt. Dies entspricht einer Steigerung von rund 12 %.
Auch abseits von KI verspricht Apple deutliche Verbesserungen. In der Rendering-Software Maxon Redshift soll der M5 Pro bis zu 1,4-mal schneller sein. Gamer können sich bei Ray-Tracing-Titeln wie Cyberpunk 2077 auf eine bis zu 1,6-fach höhere Leistung freuen.
Die GPU-Konfigurationen sind ebenfalls beeindruckend. Der M5 Pro kann mit bis zu 20 Grafikkernen ausgestattet werden, während der M5 Max die Obergrenze mit bis zu 40 Kernen erreicht.
Bewährtes Design mit modernen Anschlüssen
Während sich unter der Haube viel getan hat, bleibt das äußere Erscheinungsbild der MacBooks weitgehend unverändert. Die MacBook Pro Modelle behalten das seit 2021 bekannte Design mit 14- oder 16-Zoll Liquid Retina Displays bei, die eine Spitzenhelligkeit von bis zu 1.600 Nits erreichen.
Die Anschlussvielfalt bleibt ebenfalls erhalten und wurde modernisiert. Die Pro-Modelle verfügen über drei Thunderbolt 5 Anschlüsse, einen HDMI-Port in voller Größe und einen SDXC-Kartenleser. Das MacBook Air und das Basis-MacBook-Pro müssen sich weiterhin mit dem älteren Thunderbolt 4 Standard begnügen.
Eine willkommene Neuerung bei allen Modellen ist der Apple N1 Netzwerkchip. Dieser bringt erstmals Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 auf die Mac-Plattform und sorgt damit für zukunftssichere und schnellere drahtlose Verbindungen.
Die Akkulaufzeit der MacBook Pro Modelle soll sich laut Apple leicht verbessert haben und nun bis zu 24 Stunden betragen, wobei die tatsächliche Laufzeit stark von der Nutzung abhängt. Das MacBook Air behält das bewährte Gehäuse und die Display-Optionen der Vorgängergeneration bei.





