Apple hat nach fünf Jahren die zweite Generation seiner Ortungs-Tracker vorgestellt. Der neue AirTag 2 behält das bekannte Design bei, bringt jedoch wesentliche technische Verbesserungen mit sich, darunter eine größere Reichweite, einen lauteren Lautsprecher und eine erweiterte Kompatibilität mit der Apple Watch. Der Preis bleibt unverändert bei 29 US-Dollar.
Die wichtigsten Neuerungen
- Größere Reichweite: Dank eines neuen UWB-Chips funktioniert die Präzisionssuche aus 1,5-facher Entfernung.
- Lauterer Lautsprecher: Der integrierte Lautsprecher ist bis zu 50 Prozent lauter, was das Auffinden erleichtert und die Sicherheit erhöht.
- Apple Watch Integration: Die Präzisionssuche ist jetzt auch auf der Apple Watch Series 9 und neueren Modellen verfügbar.
- Unveränderter Preis: Der AirTag 2 kostet weiterhin 29 US-Dollar für ein Stück und 99 US-Dollar im Viererpack.
Technische Verbesserungen im Detail
Apple hat am Montag die lang erwartete zweite Generation des AirTag vorgestellt. Obwohl das äußere Erscheinungsbild identisch zum Vorgängermodell aus dem Jahr 2021 ist, verbergen sich im Inneren entscheidende technologische Fortschritte. Die bedeutendste Änderung ist die Integration des Ultra-Breitband-Chips der zweiten Generation, auch als UWB 2 bekannt.
Diese neue Chip-Technologie erweitert die Funktionalität der Präzisionssuche erheblich. Nutzer können ihre verlorenen Gegenstände nun aus einer bis zu 1,5-mal größeren Entfernung orten als bisher. Die Präzisionssuche leitet den Anwender mit visuellen, haptischen und akustischen Signalen direkt zum gesuchten Objekt.
Erweiterte Kompatibilität mit der Apple Watch
Eine weitere wichtige Neuerung ist die Ausweitung der Präzisionssuche auf die Apple Watch. Bisher war diese Funktion auf das iPhone beschränkt. Besitzer einer Apple Watch Series 9 oder neuer sowie einer Apple Watch Ultra 2 können die genaue Ortung nun direkt von ihrem Handgelenk aus starten. Dies ist möglich, da diese neueren Uhrenmodelle ebenfalls mit einem UWB-Chip ausgestattet sind.
Diese Integration macht die Suche nach verlegten Schlüsseln oder Taschen noch bequemer, da das iPhone nicht mehr zwingend zur Hand sein muss. Die verbesserte Bluetooth-Spezifikation des AirTag 2 unterstützt zudem eine stabilere Verbindung und eine generell größere Reichweite.
Sicherheit und Design-Anpassungen
Ein zentrales Anliegen bei der Entwicklung des AirTag 2 war die Verbesserung der Sicherheitsfunktionen. Der eingebaute Lautsprecher ist nun bis zu 50 Prozent lauter. Dies erleichtert nicht nur das Auffinden eines Gegenstandes durch das Abspielen eines Tons, sondern dient auch als verstärkte Maßnahme gegen unerwünschtes Tracking.
Ein lauterer Ton kann schwerer gedämpft oder überhört werden, falls ein AirTag missbräuchlich platziert wird. Um den größeren Lautsprecher unterzubringen, wurde das gesamte Innenleben des Trackers neu gestaltet. Berichte deuten darauf hin, dass Apple es zudem erschwert haben könnte, den Lautsprecher zu entfernen oder zu manipulieren, was eine häufige Vorgehensweise war, um die Anti-Stalking-Funktionen zu umgehen.
„Der AirTag wurde entwickelt, um Gegenstände zu verfolgen, nicht Personen oder Haustiere.“
Apple betont in seiner offiziellen Kommunikation weiterhin, dass der AirTag ausschließlich für das Orten von Objekten wie Schlüsseln, Geldbörsen oder Gepäckstücken konzipiert ist. Die Nutzung zur Verfolgung von Personen oder Tieren wird nicht unterstützt, obwohl viele Nutzer die Geräte genau dafür einsetzen.
Physische Unterschiede zum Vorgänger
- Gewicht: Der AirTag 2 wiegt 11,8 Gramm und ist damit 7 Prozent schwerer als das Original.
- Beschriftung: Der Text auf der Rückseite ist nun vollständig in Großbuchstaben verfasst.
- Zusätzliche Informationen: Die neue Beschriftung erwähnt explizit die IP67-Zertifizierung für Wasser- und Staubschutz sowie die Unterstützung für NFC und das „Wo ist?“-Netzwerk.
Nutzung und Systemanforderungen
Die grundlegende Funktionsweise des AirTag 2 bleibt unverändert. Er nutzt das globale „Wo ist?“-Netzwerk (Find My) von Apple, das aus Hunderten Millionen von Apple-Geräten besteht. Befindet sich ein AirTag außerhalb der Bluetooth-Reichweite seines Besitzers, kann er anonym und verschlüsselt Signale an nahegelegene Apple-Geräte senden, um seinen Standort zu übermitteln.
Auch der „Verloren“-Modus ist weiterhin verfügbar. Wird ein Gegenstand als verloren markiert, können Finder den AirTag mit einem NFC-fähigen Smartphone scannen, um Kontaktinformationen des Besitzers zu sehen. Die Stromversorgung erfolgt nach wie vor über eine austauschbare CR2032-Knopfzellenbatterie, die laut Apple über ein Jahr halten soll.
Neuer Reset-Vorgang
Der Prozess zum Zurücksetzen des AirTag 2 wurde geändert. Nutzer müssen die Batterie nun viermal hintereinander entfernen und wieder einlegen. Zwischen dem Entfernen und dem Wiedereinlegen muss eine Pause von mindestens fünf Sekunden eingehalten werden. Dies soll ein versehentliches oder unbefugtes Zurücksetzen erschweren.
Für die Nutzung des neuen AirTag 2 ist eine aktuelle Software erforderlich. Auf den Geräten muss mindestens iOS 26.2.1 installiert sein. Ältere iPhones oder iPads, die diese Softwareversion nicht unterstützen, sind nicht mit dem AirTag 2 kompatibel.
Preis und Verfügbarkeit
Trotz der zahlreichen technischen Verbesserungen hat Apple den Preis für den AirTag 2 nicht erhöht. Ein einzelner Tracker kostet weiterhin 29 US-Dollar. Ein Paket mit vier AirTags ist für 99 US-Dollar erhältlich. Eine kostenlose Gravur ist ebenfalls im Preis inbegriffen.
Der neue AirTag 2 kann ab sofort bestellt werden. Die ersten Auslieferungen an Kunden sind für Mittwoch, den 28. Januar, geplant. Damit setzt Apple seine Strategie fort, nützliches Zubehör zu einem zugänglichen Preis anzubieten und die Nutzerbindung an das eigene Ökosystem zu stärken.





