Die Entwicklung von Android 17 schreitet voran und nun wurde ein gut gehütetes Geheimnis gelüftet. Der interne Codename für die nächste große Version des Betriebssystems lautet „Cinnamon Bun“ (Zimtschnecke). Diese Bestätigung stammt nicht aus Gerüchten, sondern direkt aus dem Code einer aktuellen Entwicklerversion von Android.
Obwohl Google die süßen Namen seit Android 9 Pie im Jahr 2018 nicht mehr öffentlich verwendet, lebt die Tradition intern weiter. Für Entwickler und Technik-Enthusiasten ist die Enthüllung des Namens ein fester Bestandteil des jährlichen Android-Zyklus.
Der Beweis im Quellcode
Die entscheidende Entdeckung wurde in der neuesten Canary-Version von Android gemacht, genauer gesagt im Build 2511. Diese frühen Versionen sind für Entwickler gedacht und geben oft Einblicke in zukünftige Funktionen und Änderungen. Bei der Analyse des Codes stießen Experten auf einen eindeutigen Hinweis.
Innerhalb der Systemdatei android.os.Build, die grundlegende Informationen über die Betriebssystemversion enthält, wurde ein neuer Eintrag hinzugefügt: „CINNAMON_BUN“. Dieser Eintrag dient als interne Kennung für die kommende Android-Version.
Platzhalter für die Zukunft
Dem Codenamen „CINNAMON_BUN“ wurde der Versionscode „10000“ zugewiesen. Dies ist eine temporäre Nummer, die Google für Versionen verwendet, die sich noch in der aktiven Entwicklung befinden. Sie signalisiert, dass die finalen Programmierschnittstellen (APIs) noch nicht festgelegt sind.
Was bedeutet der API-Level?
Jede Android-Version erhält einen eindeutigen API-Level, eine fortlaufende Nummer, die Entwicklern hilft, ihre Apps an die Systemfunktionen anzupassen. Android 16 trägt beispielsweise den API-Level 36. Es wird erwartet, dass Android 17 den finalen API-Level 37 erhalten wird.
Diese endgültige Zuweisung erfolgt jedoch erst, wenn die sogenannte „Platform Stability“ erreicht ist. Dieser Meilenstein im Entwicklungszyklus, der für nächstes Jahr erwartet wird, bedeutet, dass alle für Apps relevanten Systemverhalten und Schnittstellen finalisiert sind. Bis dahin bleibt der Platzhalter „10000“ im Code bestehen.
Eine süße Tradition lebt weiter
Die Verwendung von Dessert-Namen für Android-Versionen war lange Zeit ein Markenzeichen von Google. Die Tradition begann mit Android 1.5 „Cupcake“ und setzte sich über Jahre fort. Viele Nutzer erinnern sich gerne an Namen wie „KitKat“, „Oreo“ oder „Marshmallow“.
Warum die Namen verschwanden
Im Jahr 2018 entschied sich Google, die öffentliche Benennung mit Android 10 zu beenden. Als Grund wurde genannt, dass die Namen nicht weltweit verständlich seien und eine einfache Nummerierung klarer für alle Nutzer sei. Seitdem heißen die Versionen offiziell nur noch Android 10, 11, 12 und so weiter.
Intern hat sich jedoch nichts geändert. Die Entwicklerteams bei Google verwenden weiterhin alphabetisch geordnete Codenamen aus der Welt der Süßspeisen. Diese Namen dienen als interne Bezeichnung während des gesamten Entwicklungszyklus.
- Android 10: Quince Tart
- Android 11: Red Velvet Cake
- Android 12: Snow Cone
- Android 13: Tiramisu
- Android 14: Upside Down Cake
- Android 15: Vanilla Ice Cream
- Android 16: (voraussichtlich) Vanity Cake
- Android 17: Cinnamon Bun
Was bedeutet das für Nutzer?
Für den durchschnittlichen Android-Nutzer hat die Bestätigung des Codenamens „Cinnamon Bun“ keine direkten Auswirkungen. Die finale Version wird als „Android 17“ auf den Geräten erscheinen. Der Name wird weder auf der Verpackung noch in den Systemeinstellungen sichtbar sein.
Die Entdeckung ist jedoch mehr als nur eine nette Anekdote. Sie ist ein klares Zeichen dafür, dass die Entwicklung von Android 17 planmäßig verläuft und die Arbeiten an der nächsten Generation des Betriebssystems bereits weit fortgeschritten sind. Es bestätigt, dass der jährliche Innovationszyklus bei Google in vollem Gange ist.
Während über die konkreten neuen Funktionen von Android 17 noch wenig bekannt ist, gibt dieser Fund der Community einen ersten greifbaren Hinweis auf das, was kommt. Es ist ein Puzzleteil, das das Gesamtbild der nächsten Android-Version langsam zusammensetzt und die Vorfreude bei Technik-Fans steigert.





