Der neueste Teil der beliebten Shooter-Reihe, Call of Duty: Black Ops 7, ist ab heute erhältlich. Viele Spieler, die sich auf die Fortsetzung der Einzelspieler-Geschichte gefreut hatten, stoßen jedoch auf unerwartete und frustrierende Hürden. Grundlegende Funktionen, die in Solokampagnen als Standard gelten, fehlen vollständig.
Spieler berichten, dass die Kampagne weder pausiert werden kann noch über ein Checkpoint-System verfügt. Zudem ist eine ständige Internetverbindung zwingend erforderlich, was den Spielfortschritt bei Verbindungsabbrüchen gefährdet.
Die wichtigsten Punkte
- Die Einzelspieler-Kampagne von Black Ops 7 kann nicht pausiert werden.
- Es gibt keine Speicherpunkte (Checkpoints) innerhalb der Missionen.
- Für das Spielen der Kampagne ist eine permanente Online-Verbindung notwendig.
- Das Design ist stark auf ein Koop-Erlebnis ausgerichtet, was Solospieler benachteiligt.
Ein holpriger Start für Einzelspieler
Mit der Veröffentlichung von Call of Duty: Black Ops 7 strömten unzählige Fans in die digitalen und realen Läden, um die neueste Entwicklung der packenden Black-Ops-Erzählung zu erleben. Doch die anfängliche Begeisterung wich bei vielen schnell der Ernüchterung, insbesondere bei denjenigen, die die Kampagne alleine bestreiten wollten.
Schon kurz nach dem Start füllten sich soziale Netzwerke und Gaming-Foren mit Berichten über eine Reihe von Designentscheidungen, die das Solo-Erlebnis erheblich erschweren. Diese Probleme scheinen kein Versehen zu sein, sondern eine bewusste Ausrichtung auf ein reines Gruppenspiel, selbst im Story-Modus.
Kernprobleme der Solo-Kampagne im Detail
Die Kritik der Spieler konzentriert sich auf drei zentrale Aspekte, die traditionelle Einzelspieler-Erfahrungen grundlegend verändern und für viele unspielbar machen.
Keine Pause, keine Unterbrechung
Eine der überraschendsten und am häufigsten kritisierten Einschränkungen ist das Fehlen einer Pausenfunktion. Selbst wenn man die Kampagne alleine spielt, läuft das Spielgeschehen ununterbrochen weiter. Wer kurz aufstehen muss, einen Anruf erhält oder einfach nur eine kurze Pause einlegen möchte, riskiert den virtuellen Tod seines Charakters und den Verlust des Missionsfortschritts.
Diese Entscheidung bricht mit einer seit Jahrzehnten etablierten Konvention im Gamedesign. Die Möglichkeit, ein Spiel zu unterbrechen, ist für viele Spieler eine Grundvoraussetzung, um Beruf, Familie und Hobby miteinander zu vereinbaren.
Ein bewusster Schritt?
Obwohl die Kampagne alleine spielbar ist, gibt es keine KI-gesteuerten Begleiter, die die Rolle menschlicher Mitspieler übernehmen würden. Das Spiel behandelt eine Solo-Sitzung technisch wie eine Online-Partie mit nur einem Teilnehmer, was das Fehlen der Pausenfunktion erklärt.
Verlorener Fortschritt ohne Checkpoints
Verschärft wird die Situation durch das vollständige Fehlen eines Checkpoint-Systems. Normalerweise speichern Spiele den Fortschritt an bestimmten Punkten innerhalb einer Mission automatisch. Stirbt der Spieler oder beendet das Spiel, kann er von diesem Punkt aus weitermachen.
In Black Ops 7 ist das anders. Wer eine Mission aus irgendeinem Grund verlässt – sei es durch einen freiwilligen Abbruch, einen Verbindungsfehler oder einen Absturz des Spiels – muss die gesamte Mission von vorne beginnen. Lange und anspruchsvolle Einsätze können so zu einer Sisyphusarbeit werden, bei der kleinste Fehler oder technische Probleme den Fortschritt von Minuten oder gar Stunden zunichtemachen.
Der Zwang zur ständigen Online-Verbindung
Als dritte Hürde kommt die Notwendigkeit einer permanenten Internetverbindung hinzu. Die Kampagne ist nicht offline spielbar. Das bedeutet, dass Spieler nicht nur auf eine stabile eigene Verbindung angewiesen sind, sondern auch auf die Server des Herstellers.
Sollte die Internetverbindung kurzzeitig abbrechen, was im Alltag immer wieder vorkommen kann, wird der Spieler aus der Mission geworfen. In Kombination mit dem fehlenden Checkpoint-System bedeutet dies unweigerlich den Verlust des gesamten Missionsfortschritts. Auch unangekündigte Server-Wartungen oder plötzlich erscheinende Spiel-Updates können eine laufende Sitzung abrupt beenden.
Eine klare Ausrichtung auf das Gruppenspiel
Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die Entwickler das Kampagnenerlebnis von Black Ops 7 primär für Gruppen von Spielern konzipiert haben. Bereits der Start einer Solo-Mission unterstreicht diesen Fokus. Spieler müssen sich durch dieselben Matchmaking- und Lobby-Prozesse navigieren, die auch für Multiplayer-Partien vorgesehen sind, selbst wenn sie alleine spielen möchten.
Die Zukunft der Singleplayer-Kampagnen
Die Designentscheidungen bei Black Ops 7 werfen Fragen über die Zukunft von Einzelspieler-Inhalten in großen Spielereihen auf. Publisher konzentrieren sich zunehmend auf Live-Service-Modelle und Multiplayer-Erfahrungen, die eine kontinuierliche Monetarisierung ermöglichen. Traditionelle, in sich geschlossene Story-Kampagnen könnten dabei zunehmend in den Hintergrund rücken oder, wie in diesem Fall, an die Mechaniken von Online-Spielen angepasst werden.
Diese Ausrichtung ist für viele langjährige Fans der Serie ein Schock. Die Call of Duty-Reihe war stets für ihre filmreifen und packenden Einzelspieler-Kampagnen bekannt, die oft als eigenständiges und vollständiges Erlebnis betrachtet wurden. Die aktuellen Einschränkungen lassen die Kampagne eher wie ein Beiwerk zum Multiplayer-Modus erscheinen.
Ausblick und erste Reaktionen der Community
Die Reaktionen der Spielergemeinschaft fallen entsprechend deutlich aus. Viele fühlen sich von den Entwicklern im Stich gelassen und kritisieren die mangelnde Rücksichtnahme auf Spieler, die eine klassische Solo-Erfahrung bevorzugen. Ob die Entwickler Treyarch und Raven Software auf die massive Kritik reagieren und Funktionen wie eine Pause oder Checkpoints nachreichen werden, bleibt abzuwarten.
Bis dahin müssen sich Spieler, die die Geschichte von Black Ops 7 erleben wollen, auf ein kompromissloses und potenziell frustrierendes Erlebnis einstellen. Es scheint, als sei die Zeit, in der man eine Call of Duty-Kampagne entspannt alleine genießen konnte, vorerst vorbei.





