Für Gaming-Enthusiasten in mehreren asiatischen Ländern gibt es eine wichtige Nachricht: Der offizielle Distributor des Steam Deck, KOMODO, hat eine Preiserhöhung für die beliebte Handheld-Konsole angekündigt. Ab dem 6. März werden die Preise in Japan, Südkorea und Taiwan aufgrund gestiegener Logistikkosten und ungünstiger Wechselkurse angepasst.
Die Anpassungen betreffen die aktuellen OLED-Modelle mit 512 GB und 1 TB Speicher. Besonders stark fällt die Erhöhung in Japan aus, wo Kunden mit Preissteigerungen von bis zu 17,6 Prozent rechnen müssen. Gleichzeitig mit der Preisanpassung wird eine Wiederauffüllung der Lagerbestände erwartet, nachdem das Gerät in der Region längere Zeit vergriffen war.
Das Wichtigste in Kürze
- Ab dem 6. März erhöht KOMODO die Preise für das Steam Deck in Japan, Südkorea und Taiwan.
- Betroffen sind die OLED-Modelle mit 512 GB und 1 TB Speicher.
- Als Gründe werden gestiegene Logistikkosten und Wechselkursschwankungen genannt.
- Die stärkste Preiserhöhung findet in Japan statt (bis zu 17,6 %), während Taiwan nur minimal betroffen ist.
- Gleichzeitig wird eine neue Lieferung der Geräte erwartet, die zuletzt ausverkauft waren.
Detaillierte Übersicht der neuen Preise
Die Preisanpassungen für das Steam Deck variieren stark je nach Land. Während Käufer in Taiwan kaum einen Unterschied bemerken werden, müssen sich Gamer in Japan auf deutlich höhere Ausgaben einstellen. Die neuen Preise spiegeln die wirtschaftlichen Herausforderungen wider, mit denen Hardware-Anbieter konfrontiert sind.
Japan: Ein signifikanter Anstieg
Japan ist von der Preiserhöhung am stärksten betroffen. Die neuen Preise stellen eine erhebliche Investition für potenzielle Käufer dar.
- Steam Deck OLED 512 GB: Der Preis steigt von 84.000 Yen auf 98.800 Yen, was einer Erhöhung von 17,6 Prozent entspricht.
- Steam Deck OLED 1 TB: Hier erhöht sich der Preis von 99.800 Yen auf 114.800 Yen, ein Anstieg um 15 Prozent.
Südkorea: Moderater Aufschlag
In Südkorea fallen die Preisanpassungen moderater aus, sind aber dennoch spürbar. Der Anstieg liegt hier im einstelligen Prozentbereich.
- Steam Deck OLED 512 GB: Der Preis klettert von 839.000 KRW auf 898.000 KRW (plus 7 Prozent).
- Steam Deck OLED 1 TB: Dieses Modell wird von 989.000 KRW auf 1.048.000 KRW (plus 6 Prozent) teurer.
Taiwan und Hongkong: Geringe bis keine Änderung
Die Situation in Taiwan gestaltet sich für Verbraucher am günstigsten. Die Preiserhöhung ist hier nur minimal.
- Steam Deck OLED 512 GB: Der Preis ändert sich von 18.880 TWD auf 18.980 TWD, ein kaum merklicher Anstieg von 0,5 Prozent.
- Steam Deck OLED 1 TB: Hier beträgt die Erhöhung 2,2 Prozent, von 21.980 TWD auf 22.480 TWD.
Eine positive Nachricht gibt es für Spieler in Hongkong: Der Preis für das Steam Deck bleibt dort vorerst unverändert.
Hintergründe der Preisanpassung
KOMODO, der für den Vertrieb in Asien zuständige Partner von Valve, nennt zwei Hauptgründe für die notwendige Preiskorrektur: die gestiegenen Kosten in der globalen Logistik und die Entwicklung der Wechselkurse. Diese Faktoren haben direkten Einfluss auf die Import- und Vertriebskosten von Elektronikprodukten.
Die Entscheidung betrifft ausschließlich die beiden OLED-Modelle, da diese die einzigen sind, die derzeit aktiv produziert werden. Ältere LCD-Modelle sind von dieser spezifischen Ankündigung nicht betroffen, da sie ohnehin auslaufen.
Verfügbarkeit und Auswirkungen auf den Markt
Ein wichtiger Aspekt der Ankündigung ist die Information, dass mit der Preiserhöhung auch eine Wiederauffüllung der Lagerbestände einhergeht. In den letzten Monaten war das Steam Deck in vielen asiatischen Märkten nur schwer oder gar nicht zu bekommen. Für viele Gamer, die auf eine Gelegenheit zum Kauf gewartet haben, ist dies eine gemischte Nachricht: Das Gerät wird wieder verfügbar sein, aber zu einem höheren Preis.
Die Preiserhöhung könnte die Nachfrage kurzfristig beeinflussen, insbesondere in Japan. Gleichzeitig zeigt die hohe Nachfrage nach portablen PC-Gaming-Geräten, dass es einen starken Markt für Produkte wie das Steam Deck gibt. Die verbesserte Verfügbarkeit könnte den negativen Effekt der höheren Preise teilweise ausgleichen.
„Die Anpassung der Preise ist eine direkte Folge der erhöhten Logistikkosten und der Wechselkurse“, erklärte der Distributor KOMODO in seiner Mitteilung. Das Unternehmen betonte, dass es sich um eine notwendige Maßnahme handle, um den Vertrieb in der Region aufrechtzuerhalten.
Ein Vorbote für westliche Märkte?
Die Ankündigung wirft unweigerlich die Frage auf, ob ähnliche Preiserhöhungen auch in Europa oder Nordamerika bevorstehen könnten. Bisher gibt es seitens Valve keine Hinweise darauf. Die Preisgestaltung in Asien wird durch einen regionalen Partner abgewickelt, dessen Kostenstruktur sich von der in anderen Teilen der Welt unterscheiden kann.
Dennoch beobachten Analysten die Entwicklung genau. Sollten sich die globalen wirtschaftlichen Bedingungen, insbesondere die Logistikkosten und Währungsschwankungen, weiterhin ungünstig entwickeln, könnten auch andere Märkte von Preisanpassungen betroffen sein. Vorerst bleibt die Situation außerhalb Asiens jedoch stabil.
Für Spieler in den betroffenen Regionen bedeutet die Ankündigung eine klare Entscheidung: Entweder den höheren Preis akzeptieren oder auf alternative Handheld-PCs ausweichen, deren Markt in den letzten Jahren stark gewachsen ist. Die verbesserte Verfügbarkeit des Steam Deck dürfte jedoch für viele ein entscheidender Faktor bleiben.





