SEGA hat mit Sonic Racing: CrossWorlds einen neuen Fun-Racer für die Nintendo Switch veröffentlicht, der am 25. September 2025 erschien. Das von Sonic Team entwickelte Spiel bietet ein solides Rennerlebnis mit vielen Inhalten, leidet auf der aktuellen Nintendo-Konsole jedoch unter erheblichen technischen Einschränkungen. Insbesondere die Bildrate und die visuelle Darstellung im Handheld-Modus trüben den Gesamteindruck.
Wichtige Erkenntnisse
- Sonic Racing: CrossWorlds bietet ein fähigkeitsbasiertes Fahrerlebnis mit umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten für Fahrzeuge und Fahrer.
- Die Nintendo Switch-Version läuft mit 30 Bildern pro Sekunde, was für ein schnelles Rennspiel als niedrig angesehen wird.
- Besonders im Handheld-Modus und im Splitscreen-Multiplayer kommt es zu starker Unschärfe und weiteren Leistungseinbußen.
- Ein angekündigtes Upgrade für die Nintendo Switch 2 soll die technischen Probleme in Zukunft beheben.
- Das Spiel zeichnet sich durch eine große Charakterauswahl mit 56 Fahrern aus, darunter viele Crossover-Charaktere als DLC.
Gameplay und Spielmechanik im Detail
Sonic Racing: CrossWorlds legt den Fokus auf ein präzises und reaktionsschnelles Fahrgefühl. Die Steuerung ist direkt und belohnt geschicktes Fahren. Ein zentrales Element ist die Fahrzeuganpassung. Spieler können Front, Heck und Räder ihrer Karts austauschen und die Lackierung ändern, um ein individuelles Fahrzeug zu erstellen.
Zusätzlich zu den optischen Anpassungen gibt es ein Gadget-System. Diese Ausrüstungsgegenstände verleihen dem Fahrer passive Boni oder besondere Fähigkeiten, wie zum Beispiel einen Start-Boost, ein temporäres Monster-Truck-Power-up oder einen zusätzlichen Platz für Items. Die Anzahl der verfügbaren Gadget-Slots erhöht sich mit dem Spielfortschritt, was einen Anreiz bietet, an weiteren Rennen teilzunehmen.
Der Grand-Prix-Modus
Der Grand-Prix-Modus wurde mit einer besonderen Mechanik ausgestattet. Zu Beginn jedes Grand Prix wird ein zufälliger Rivale aus dem Fahrerfeld ausgewählt. Dieser computergesteuerte Gegner verfügt über eine verbesserte künstliche Intelligenz und höhere Geschwindigkeit, was für zusätzliche Spannung sorgt. Ein weiteres Merkmal sind die einzigartigen Dialoge: Jeder Charakter aus dem Basisspiel hat spezifische Sprachzeilen für jeden anderen Fahrer, was zu hunderten von Interaktionen führt und die Rennen lebendiger gestaltet.
Fakten zum Spiel
- Entwickler: Sonic Team
- Publisher: SEGA
- Plattform: Nintendo Switch
- Veröffentlichung: 25. September 2025
- Spieler pro Rennen: 12
Streckendesign und Crossover-Elemente
Die Rennstrecken in Sonic Racing: CrossWorlds sind abwechslungsreich gestaltet und bieten zahlreiche Kurven und anspruchsvolle Passagen. Eine Besonderheit ist die „CrossWorld“-Portalmechanik. In der zweiten Runde jedes Rennens öffnen sich zwei Portale, die die Spieler für eine Runde auf eine komplett andere Strecke transportieren. Dies sorgt für visuelle Abwechslung und erfordert eine schnelle Anpassung an das neue Streckenlayout.
Auch die audiovisuelle Präsentation ist gelungen. Die Strecken sind farbenfroh, detailliert und werden von einem passenden Soundtrack begleitet. Der Online-Multiplayer funktioniert stabil und unterstützt Cross-Play, sodass Spieler auf der Nintendo Switch gegen Nutzer anderer Plattformen antreten können.
„Das Gameplay ist präzise und belohnt Können, was es von chaotischeren Fun-Racern abhebt. Die Kernmechanik funktioniert sehr gut.“
Vergleich mit anderen Kart-Racern
Im direkten Vergleich zu Genre-Konkurrenten wie Mario Kart World fällt auf, dass Sonic Racing: CrossWorlds auf ein weniger chaotisches Spielerlebnis setzt. Mit nur 12 Fahrern pro Rennen (gegenüber 24 in Mario Kart World) fühlen sich die Strecken weniger überfüllt an. Die Items sind zwar wirkungsvoll, aber seltener so spielentscheidend wie in anderen Titeln. Der Schwerpunkt liegt klar auf der Fahrleistung und der Beherrschung der Strecken.
Umfangreiche Charakterauswahl mit Einschränkungen
Ein Highlight des Spiels ist die große Auswahl an Fahrern. Insgesamt stehen 56 Charaktere zur Verfügung. Neben bekannten Figuren aus dem Sonic-Universum wie Jet the Hawk oder Cream the Rabbit gibt es eine beeindruckende Anzahl an Crossover-Charakteren. Dazu gehören unter anderem SpongeBob, Joker aus Persona 5, Steve aus Minecraft, Hatsune Miku, Pac-Man und Mega Man. Die meisten dieser Gastcharaktere sind jedoch als kostenpflichtige DLCs erhältlich.
Ein Wermutstropfen ist die fehlende Vertonung der meisten Crossover-Fahrer. Laut Takashi Iizuka, Leiter des Sonic Teams, sei die Implementierung von Stimmen für externe Charaktere aufgrund von Lizenzvereinbarungen schwierig. Auch bei den vertonten Charakteren des Basisspiels gibt es Kritikpunkte. So wiederholen sich die Sprach-Samples bei bestimmten Aktionen, wie zum Beispiel bei Tricks, sehr schnell, was auf Dauer repetitiv wirken kann.
Hintergrund: Sonics Renngeschichte
Sonic the Hedgehog hat eine lange Tradition in Rennspielen. Titel wie Sonic & All-Stars Racing Transformed wurden von Kritikern und Spielern positiv aufgenommen und galten als ernsthafte Konkurrenz für die Mario-Kart-Reihe. Sonic Racing: CrossWorlds knüpft an diese Tradition an und versucht, das Genre durch neue Mechaniken wie die CrossWorld-Portale und das Gadget-System weiterzuentwickeln.
Technische Umsetzung auf der Nintendo Switch
Die größte Schwäche von Sonic Racing: CrossWorlds ist die technische Leistung auf der Nintendo Switch. Das Spiel läuft mit einer Bildrate von nur 30 Bildern pro Sekunde (FPS). Für ein Rennspiel, das auf Geschwindigkeit und schnelle Reaktionen ausgelegt ist, ist dieser Wert nicht optimal.
Leistungsprobleme im Detail
Die Performance variiert je nach Spielmodus erheblich:
- Docked-Modus (Singleplayer): Bietet die stabilste Erfahrung, bleibt aber bei 30 FPS.
- Handheld-Modus: Die Grafik wirkt hier extrem unscharf und verwaschen, was das Spielerlebnis deutlich beeinträchtigt.
- Splitscreen-Multiplayer: In diesem Modus sinkt die Bildrate Berichten zufolge auf 20 FPS oder sogar darunter, was zu einem ruckeligen Spielablauf führt.
- Menüs: Selbst in den Spielmenüs kann es zu spürbaren Einbrüchen der Bildrate kommen.
SEGA hat bereits eine Verbesserung angekündigt. Ein Upgrade für die kommende Nintendo Switch 2 ist in Arbeit und soll im Laufe des Jahres erscheinen. Eine physische Version mit diesen Verbesserungen ist für Anfang nächsten Jahres geplant. Es wird erwartet, dass dieses Update sowohl die Auflösung als auch die Bildrate anhebt.
Fazit
Sonic Racing: CrossWorlds ist im Kern ein sehr guter Fun-Racer mit einem starken Gameplay-Fundament, viel Persönlichkeit und einer beeindruckenden Charaktervielfalt. Das fähigkeitsbasierte Fahren und die strategischen Elemente durch Gadgets und Fahrzeuganpassungen heben es positiv von der Konkurrenz ab.
Die Version für die Nintendo Switch ist jedoch durch gravierende technische Mängel stark beeinträchtigt. Die niedrige Bildrate, die unscharfe Darstellung im Handheld-Modus und die schlechte Performance im lokalen Multiplayer machen es schwierig, das Spiel uneingeschränkt zu empfehlen. Wer die Möglichkeit hat, sollte entweder auf einer anderen Plattform spielen oder auf das angekündigte Upgrade für die Nintendo Switch 2 warten. Abgesehen von den technischen Problemen ist dies jedoch Sonics bisher bestes Rennspiel.





