Apple erlebt eine Welle von Abgängen in der Führungsebene. Mehrere hochrangige Manager, darunter wichtige Persönlichkeiten aus den Bereichen Hardware und Künstliche Intelligenz, haben in den letzten Wochen ihren Abschied angekündigt oder in Betracht gezogen. Diese Entwicklungen deuten auf eine signifikante Umstrukturierung an der Spitze des Technologiekonzerns hin.
Wichtige Erkenntnisse
- Johny Srouji, Apples Senior Vice President für Hardware-Technologien, erwägt einen Abgang.
- John Giannandrea, Senior Vice President für maschinelles Lernen und KI-Strategie, geht 2026 in den Ruhestand.
- Alan Dye, Leiter des Interface-Designs, wechselt zu Meta.
- Kate Adams, Apples Chefsyndikatin, und Lisa Jackson, Vizepräsidentin für Umweltpolitik, verlassen das Unternehmen ebenfalls Anfang 2026.
- Apple hat Amar Subramanya, einen ehemaligen Google- und Microsoft-Manager, als neuen VP für KI eingestellt.
Potenzieller Abschied von Hardware-Chef Johny Srouji
Johny Srouji, der Senior Vice President für Hardware-Technologien bei Apple, zieht laut Berichten einen baldigen Abschied in Betracht. Srouji hat diese Überlegungen dem Apple-CEO Tim Cook mitgeteilt. Er soll ernsthaft erwägen, das Unternehmen in naher Zukunft zu verlassen und möglicherweise zu einem anderen Unternehmen zu wechseln.
Srouji kam im Jahr 2008 zu Apple. Er spielte eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Apples erstem hauseigenen System-on-a-Chip. Unter seiner Führung vollzog Apple den wichtigen Übergang zu den Apple Silicon Chips. Diese Chips bilden das Herzstück vieler aktueller Apple-Produkte, von iPhones bis zu Macs.
Faktencheck: Johny Srouji
- Eintritt bei Apple: 2008
- Verantwortlichkeiten: Entwicklung des ersten System-on-a-Chip, Leitung des Übergangs zu Apple Silicon
- Aktuelle Position: Senior Vice President, Hardware Technologies
Weitere prominente Abgänge bei Apple
Der potenzielle Weggang von Srouji wäre Teil einer Reihe von hochkarätigen Abgängen innerhalb der Apple-Führungsebene. Anfang Dezember kündigte Apple an, dass John Giannandrea, Senior Vice President für maschinelles Lernen und KI-Strategie, im Frühjahr 2026 in den Ruhestand treten wird. Giannandrea kam 2018 von Google zu Apple und war maßgeblich für die KI-Entwicklung, einschließlich Siri, verantwortlich.
Nur wenige Tage später wurde bekannt, dass Alan Dye, der Leiter des Interface-Designs bei Apple, das Unternehmen verlassen wird, um eine neue Rolle bei Meta zu übernehmen. Dye war für das Design der Benutzeroberflächen vieler Apple-Produkte mitverantwortlich.
„Die jüngsten Abgänge signalisieren eine Phase des Wandels an der Spitze von Apple. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich diese Umstrukturierungen auf zukünftige Produktstrategien auswirken.“
Doppelter Abschied aus der Rechts- und Umweltabteilung
Zusätzlich zu diesen technischen und designorientierten Abgängen hat Apple auch den Weggang von Kate Adams und Lisa Jackson bestätigt. Kate Adams, die seit 2017 als Chefsyndikatin von Apple tätig war, wird das Unternehmen Anfang 2026 verlassen. Gleichzeitig wird Lisa Jackson, Vizepräsidentin für Umwelt, Politik und soziale Initiativen, ebenfalls Anfang 2026 ausscheiden. Diese Abgänge betreffen wichtige strategische Bereiche des Unternehmens.
Hintergrund: Führungskräftewechsel
Führungskräftewechsel sind in großen Technologieunternehmen nicht ungewöhnlich. Sie können jedoch auf interne Umstrukturierungen, neue strategische Ausrichtungen oder den Wunsch der Manager nach neuen Herausforderungen hindeuten. Die Häufung dieser Abgänge bei Apple ist bemerkenswert.
Neuzugang im KI-Bereich: Amar Subramanya
Parallel zu den Abschieden verstärkt Apple sein Team im Bereich Künstliche Intelligenz. Das Unternehmen hat Amar Subramanya als neuen Vice President für KI eingestellt. Subramanya ist ein anerkannter KI-Forscher und bringt umfangreiche Erfahrung mit. Er verbrachte 16 Jahre bei Google, wo er unter anderem die technische Leitung für Gemini innehatte. Zuletzt war er als Corporate Vice President of AI bei Microsoft tätig.
Subramanya wird direkt an Craig Federighi berichten. Er soll wichtige Bereiche wie Apple Foundation Models, ML-Forschung sowie KI-Sicherheit und -Evaluierung leiten. Diese Einstellung zeigt Apples Engagement, seine KI-Anstrengungen zu intensivieren, insbesondere nach Kritik an der Entwicklung von Siri.
- Amar Subramanya: Neuer VP of AI bei Apple
- Frühere Stationen: 16 Jahre bei Google (Leitung Engineering für Gemini), zuletzt Microsoft (Corporate VP of AI)
- Aufgaben bei Apple: Leitung von Apple Foundation Models, ML-Forschung, KI-Sicherheit und -Evaluierung
Herausforderungen im KI-Bereich
Die Umstrukturierung in der KI-Führung kommt nicht überraschend. Apple sah sich in der Vergangenheit mit Herausforderungen konfrontiert, insbesondere bei der Weiterentwicklung von Siri. Es gab Berichte, dass Apple-CEO Tim Cook das Vertrauen in die Fähigkeit von John Giannandrea verloren hatte, die Produktentwicklung im KI-Bereich voranzutreiben. Andere Führungskräfte wurden mit der Weiterentwicklung von Siri beauftragt.
Tim Cook bedankte sich in einer Stellungnahme für Giannandreas Beiträge und hob die Rolle von Craig Federighi bei der Neuausrichtung der KI-Bemühungen hervor. Federighi soll maßgeblich daran beteiligt sein, eine personalisiertere Version von Siri für das nächste Jahr voranzutreiben. Die Verpflichtung von Subramanya unterstreicht diesen Fokus.
Ausblick auf die Führung von Apple
Die Fluktuation in der Führungsebene wirft Fragen nach der zukünftigen strategischen Ausrichtung von Apple auf. Während einige Berichte spekulierten, dass Tim Cook selbst im nächsten Jahr als CEO zurücktreten könnte, widersprechen andere Berichte dieser Annahme. Die aktuellen Umstrukturierungen könnten vielmehr eine Neuausrichtung innerhalb der bestehenden Führung bedeuten, um neue Impulse in Schlüsselbereichen wie Hardware und Künstliche Intelligenz zu setzen.
Die Neubesetzung und die potenziellen Abgänge zeigen, dass Apple sich in einer Phase des Wandels befindet. Das Unternehmen muss sicherstellen, dass diese Veränderungen nicht zu Störungen führen, sondern neue Wachstumsmöglichkeiten eröffnen, insbesondere angesichts des intensiven Wettbewerbs im Technologiesektor.





