Neue Informationen deuten darauf hin, dass Samsung bei seinem kommenden faltbaren Smartphone, dem Galaxy Z Fold 8, eine signifikante Designänderung plant. Kürzlich aufgetauchte Animationen zeigen ein Gerät, das deutlich breiter ist als alle bisherigen Modelle der Fold-Reihe und damit einen neuen Weg in der Entwicklung von Falt-Smartphones einschlagen könnte.
Wichtige Erkenntnisse
- Geleakte Animationen zeigen eine breitere Variante des kommenden Galaxy Z Fold 8.
- Das neue Modell wird mit dem Codenamen „H8“ und der Modellnummer SM-F971U in Verbindung gebracht.
- Das Außendisplay könnte ein Seitenverhältnis von 16:10 aufweisen, was es breiter als das des Google Pixel Fold macht.
- Diese Designänderung könnte eine strategische Reaktion auf Gerüchte über ein faltbares iPhone von Apple sein.
Ein neues Format für Samsungs Falt-Flaggschiff
Seit einiger Zeit kursieren Gerüchte über eine breitere Version des Galaxy Z Fold. Nun untermauern konkrete visuelle Hinweise diese Spekulationen. Geleakte Animationen, die mit der Entwicklung von Samsungs Benutzeroberfläche One UI 9 in Verbindung stehen, zeigen ein Falt-Smartphone mit einem deutlich veränderten Formfaktor.
Auf den ersten Blick ist ersichtlich, dass das Gerät in den Animationen wesentlich breiter ist als das aktuelle Galaxy Z Fold 7 oder seine Vorgänger. Diese Änderung betrifft sowohl das äußere als auch das innere Display und würde das Nutzungserlebnis grundlegend verändern.
Die Animationen sind mit dem Codenamen „H8“ versehen, der wiederum mit der mutmaßlichen Modellnummer SM-F971U für das „breite“ Fold 8 verknüpft ist. Dies deutet darauf hin, dass es sich nicht um ein frühes Konzept, sondern um eine ernsthaft in Erwägung gezogene Produktvariante handelt.
Analyse der neuen Display-Dimensionen
Obwohl genaue technische Daten noch nicht vorliegen, lassen sich aus den geleakten Materialien erste Rückschlüsse auf die Display-Abmessungen ziehen. Eine Analyse der Renderings deutet auf ein Seitenverhältnis von annähernd 16:10 für das äußere Display hin. Dies wäre eine bemerkenswerte Abweichung von den bisherigen, sehr schmalen und hohen Displays der Fold-Serie.
Seitenverhältnisse im Vergleich
- Neues Fold 8 (breit, geschätzt): Außen 16:10, Innen ca. 9:7
- Google Pixel Fold: Außen 17.4:9
- Galaxy Z Fold 7: Innen ca. 1.11:1
Das neue Format würde das Außendisplay nutzerfreundlicher für alltägliche Aufgaben wie das Tippen von Nachrichten oder das Ansehen von Videos machen.
Ein solches Format wäre sogar breiter als das des ursprünglichen Google Pixel Fold, das für seinen eher an ein traditionelles Smartphone erinnernden äußeren Bildschirm bekannt war. Folglich würde sich auch das innere Display verändern. Schätzungen zufolge könnte es ein Seitenverhältnis von etwa 9:7 erreichen, was es im Vergleich zum fast quadratischen Display des Fold 7 breiter macht.
Strategische Gründe für den Wandel
Samsungs Bereitschaft, mit dem Formfaktor zu experimentieren, kommt nicht von ungefähr. Ein wesentlicher Treiber dürften die anhaltenden Gerüchte über Apples Einstieg in den Markt für faltbare Geräte sein. Es wird spekuliert, dass Apple ein breiteres Design bevorzugen könnte, und Samsung versucht möglicherweise, diesem Schritt zuvorzukommen und den Markt mit einer eigenen Interpretation zu prägen.
Wettbewerb als Innovationsmotor
Der Smartphone-Markt wird stark vom Wettbewerb angetrieben. Die Erwartung eines neuen Konkurrenten wie Apple im Falt-Segment zwingt etablierte Hersteller wie Samsung, ihre bisherigen Konzepte zu überdenken und mutigere Designentscheidungen zu treffen, um ihre Marktführerschaft zu behaupten.
Darüber hinaus könnte Samsung auf das Feedback von Nutzern reagieren, denen die bisherigen Fold-Modelle im zugeklappten Zustand zu unhandlich und schmal waren. Ein breiteres Außendisplay wäre praktischer für die Einhandbedienung und würde das Gerät zu einem besseren Allrounder machen, ohne dass es ständig aufgeklappt werden muss.
„Während ein fast quadratisches Display seine Vorteile hat, fühlen sich viele Nutzer bei der Medienwiedergabe oder beim Surfen auf einem 1:1-Panel eingeschränkt. Ein breiteres Format könnte hier Abhilfe schaffen.“
Offene Fragen und die Zukunft der Fold-Serie
Die neuen Leaks werfen eine Reihe von Fragen auf. Es ist unklar, ob dieses breitere Modell das Standard-Galaxy Z Fold 8 ersetzen oder als zusätzliche, möglicherweise teurere Variante angeboten wird. Samsung müsste eine klare Marketingstrategie entwickeln, um zwei Modelle zu positionieren, die sich hauptsächlich durch ihren Formfaktor unterscheiden.
Weitere wichtige Aspekte sind die Ergonomie und die Software-Anpassung. Wie komfortabel lässt sich auf einem 16:10-Display tippen? Und wie wird Samsung die Benutzeroberfläche optimieren, um die Vorteile des neuen Formats sowohl auf dem äußeren als auch auf dem inneren Bildschirm voll auszuschöpfen?
Trotz der offenen Fragen ist die Entwicklung positiv zu bewerten. Sie zeigt, dass die experimentelle Phase bei faltbaren Smartphones noch nicht vorbei ist. Anstatt sich auf ein etabliertes Design festzulegen, scheint Samsung bereit zu sein, weiterhin neue Wege zu gehen. Für Verbraucher bedeutet dies mehr Auswahl und eine fortschreitende Optimierung einer noch jungen Technologiekategorie.





