Neue Informationen zu Apples mit Spannung erwartetem faltbaren Smartphone sind aufgetaucht. Berichte aus Zuliefererkreisen deuten auf ein radikal verändertes Design hin, das nicht nur die Bedienung, sondern auch die Akkulaufzeit maßgeblich beeinflussen könnte. Die Details betreffen die Anordnung der Tasten, die Kamera und die biometrische Entsperrmethode.
Die Änderungen scheinen darauf abzuzielen, den internen Platz zu maximieren, was zu einer der größten Batterien führen könnte, die jemals in einem iPhone verbaut wurde. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie sich Nutzer an ein neues Bedienkonzept gewöhnen werden.
Die wichtigsten Punkte
- Die Lautstärketasten des iPhone Fold sollen sich an der oberen rechten Kante befinden.
- Diese Anordnung ermöglicht den Einbau eines deutlich größeren Akkus.
- Das Gerät wird voraussichtlich Touch ID im Power-Button anstelle von Face ID verwenden.
- Die Frontkamera wird in einem kleinen "Punch-Hole"-Ausschnitt untergebracht.
- Auf der Rückseite ist ein horizontales Dual-Kamera-System geplant.
Ein radikal neues Tastenlayout
Die vielleicht überraschendste Änderung betrifft die Platzierung der Bedienelemente. Anders als bei allen bisherigen iPhone-Modellen sollen die Lautstärketasten nicht mehr an der linken Seite positioniert sein. Stattdessen werden sie Berichten zufolge an die obere rechte Kante des Geräts verlegt.
Diese Anordnung erinnert an das Design des iPad mini und würde eine erhebliche Umstellung für langjährige iPhone-Nutzer bedeuten. Die Gewohnheit, die Lautstärke mit dem Daumen der linken Hand oder dem Zeigefinger der rechten Hand zu regeln, müsste neu erlernt werden.
Technische Gründe für die Neupositionierung
Hinter dieser Designentscheidung steckt offenbar ein rein technischer Grund. Die Hauptplatine des iPhone Fold soll sich auf der rechten Seite des Gehäuses befinden. Um eine komplexe und potenziell störanfällige Kabelführung über das empfindliche Faltdisplay zur linken Seite zu vermeiden, hat Apple anscheinend beschlossen, alle physischen Tasten auf der rechten Gehäuseseite zu konzentrieren.
Dadurch bleibt die linke Seite des Geräts vollständig frei von Bedienelementen. Der so gewonnene Raum wird fast ausschließlich für die Bildschirmstruktur und, was noch wichtiger ist, für den Akku genutzt.
Der größte Akku in einem iPhone?
Die Verlagerung der Tasten ist mehr als nur eine kosmetische Anpassung. Sie ist der Schlüssel zu einer der potenziell größten Verbesserungen des iPhone Fold: der Akkulaufzeit. Indem die gesamte linke Gehäuseseite für die Batterie reserviert wird, könnte Apple die bisher größte Akkukapazität in einem iPhone realisieren.
Fokus auf Effizienz
Die interne Struktur des iPhone Fold wird als „extrem, aber vernünftig und elegant“ beschrieben. Das Ziel ist eine maximale Raumausnutzung, um die Leistung und Ausdauer des Geräts zu steigern, ohne die Abmessungen unnötig zu vergrößern.
Für ein faltbares Gerät, das im aufgeklappten Zustand einen deutlich größeren Bildschirm versorgen muss, ist eine lange Akkulaufzeit ein entscheidender Faktor. Diese Designentscheidung zeigt, dass Apple die Ausdauer als eine der höchsten Prioritäten für sein erstes faltbares Smartphone ansieht.
Kamera und Display: Gezielte Anpassungen
Auch bei der Kamera und dem Display gibt es interessante Details. Die Informationen deuten darauf hin, dass Apple beim iPhone Fold auf Face ID verzichten und stattdessen auf Touch ID im Power-Button setzen wird. Der Power-Button selbst soll sich zusammen mit einer dedizierten KI- oder Kamerataste weiterhin auf der rechten Seite befinden.
Keine Dynamic Island, sondern Punch-Hole
Da die komplexe Sensorik für Face ID entfällt, benötigt die Frontkamera deutlich weniger Platz. Anstelle einer großen Aussparung wie der Dynamic Island soll das iPhone Fold lediglich ein kleines, kreisrundes „Punch-Hole“ für die Selfie-Kamera besitzen. Dies führt zu einer größeren nutzbaren Displayfläche und einem minimalistischeren Erscheinungsbild.
Das interne Stapeldesign wird als eine Struktur beschrieben, die darauf ausgelegt ist, die Branche zu beeindrucken und neue Maßstäbe in der Kompaktheit und Effizienz zu setzen.
Auf der Rückseite ist ein horizontales Dual-Kamera-System geplant. Die beiden Linsen, das Mikrofon und der Blitz sollen nebeneinander auf der rechten oberen Gehäuserückseite angeordnet sein. Ein auffälliges Detail ist der Kamerabuckel selbst: Er soll eine komplett schwarze Basis haben, die sich farblich nicht an das restliche Gehäuse anpasst. Bisher ist nur eine weiße Farbvariante bestätigt, es wird jedoch erwartet, dass mindestens eine weitere Option, vermutlich Schwarz, zum Start verfügbar sein wird.
Ein Mix aus bekannten Designs
Das Gesamtdesign des iPhone Fold scheint Elemente verschiedener Apple-Produkte zu vereinen. Die schlanke Bauweise könnte an ein zukünftiges „iPhone Air“ erinnern, während die Anordnung der Tasten und das kompakte Format an das iPad mini angelehnt sind. Apple kombiniert hier bewährte Konzepte mit den neuen Anforderungen eines faltbaren Formfaktors.
Was bedeuten diese Änderungen für die Nutzer?
Das iPhone Fold entwickelt sich zu einem Gerät, das in vielerlei Hinsicht mit Konventionen bricht. Die Neupositionierung der Lautstärketasten wird zweifellos eine Eingewöhnungszeit erfordern. Allerdings könnte der Kompromiss durch eine spürbar längere Akkulaufzeit für viele Nutzer akzeptabel sein.
Die Rückkehr zu Touch ID ist ebenfalls ein strategischer Schritt. Er vereinfacht nicht nur das Design, sondern könnte auch die Produktionskosten senken. Gleichzeitig bietet die Technologie eine schnelle und zuverlässige Entsperrmethode, die viele Anwender bereits von älteren iPhones oder aktuellen iPad-Modellen kennen.
Zusammenfassend deuten die neuen Informationen auf ein durchdachtes und hochgradig optimiertes Gerät hin. Apple scheint nicht nur ein faltbares Display in ein bestehendes iPhone-Design integrieren zu wollen, sondern entwickelt ein von Grund auf neues Konzept, bei dem jede Komponente auf die besonderen Anforderungen des Formfaktors abgestimmt ist.





