Das japanische Unternehmen Yukai Engineering hat eine Crowdfunding-Kampagne für seinen neuen Begleitroboter Mirumi gestartet. Das kleine, pelzige Gerät, das erstmals auf der CES 2025 vorgestellt wurde, hat keine praktischen Aufgaben, sondern soll durch sein neugieriges Verhalten Freude bereiten. Die Auslieferung ist jedoch erst für April 2026 geplant.
Ein Roboter ohne Zweck, aber mit Persönlichkeit
In einer Welt voller funktionaler Gadgets wie Staubsaugerrobotern und smarten Assistenten verfolgt Mirumi einen anderen Ansatz. Der kleine Roboter wurde von Yukai Engineering entwickelt, um ausschließlich als Begleiter zu dienen. Seine Hauptaufgabe besteht darin, niedlich auszusehen und eine neugierige, fast kindliche Persönlichkeit zu simulieren.
Mit seinen langen Armen kann Mirumi an den Riemen einer Tasche oder eines Rucksacks befestigt werden. Von dort aus beobachtet er die Umgebung, indem er seinen Kopf dreht und neigt. Dieses Verhalten soll den Eindruck erwecken, dass er die Welt mit großen Augen entdeckt.
Das Wichtigste in Kürze
- Kickstarter-Start: Der Begleitroboter Mirumi kann ab sofort über eine Crowdfunding-Kampagne vorbestellt werden.
- Funktion: Mirumi hat keinen praktischen Nutzen und dient ausschließlich als niedlicher Begleiter, der neugieriges Verhalten simuliert.
- Preis: Der Frühbucherpreis liegt bei umgerechnet etwa 110 Euro, der spätere Verkaufspreis soll bei rund 140 Euro liegen.
- Lieferdatum: Unterstützer müssen sich gedulden, die Auslieferung ist erst für April 2026 geplant.
Interaktive Technologie für emotionale Reaktionen
Mirumi ist mit einem Abstandssensor ausgestattet, der es ihm ermöglicht, auf Personen in seiner Nähe zu reagieren. Nähert sich jemand, richtet der Roboter seinen „Blick“ auf die Person und scheint sie zu beobachten. Diese Interaktion ist der Kern seiner Funktionalität.
Die Entwickler haben auch eine „schüchterne“ Reaktion einprogrammiert. Wenn eine Person plötzlich auftaucht oder Mirumi berührt, simuliert der Roboter die Reaktion eines Kleinkindes, indem er zittert und seinen Kopf wegdreht. Diese subtilen Verhaltensweisen sollen eine emotionale Verbindung zwischen Mensch und Maschine schaffen.
Mirumis Verhalten im Detail
- Neugier: Dreht und neigt den Kopf, um die Umgebung zu „erkunden“.
- Fokus: Nutzt einen Abstandssensor, um Personen zu erkennen und anzusehen.
- Schüchternheit: Reagiert auf plötzliche Bewegungen oder Berührungen mit einem zitternden Wegdrehen des Kopfes.
Details zur Kickstarter-Kampagne und Preisgestaltung
Die Finanzierung von Mirumi erfolgt über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Ursprünglich hatte Yukai Engineering einen Preis von etwa 70 US-Dollar anvisiert, doch die Produktionskosten haben sich seit der ersten Ankündigung erhöht.
Die Preisstruktur der Kampagne ist gestaffelt:
- Frühbucher-Angebot: Die ersten Unterstützer können Mirumi für 18.360 Yen (ca. 110 Euro) vorbestellen.
- Standard-Kickstarter-Preis: Spätere Unterstützer zahlen 21.803 Yen (ca. 130 Euro).
- Voraussichtlicher Einzelhandelspreis: Nach der Kampagne soll der Roboter für etwa 150 US-Dollar (ca. 140 Euro) verkauft werden.
Interessenten können zwischen drei Fellfarben wählen: Elfenbein, Pink und Grau. Trotz des erfolgreichen Starts der Kampagne müssen Käufer Geduld mitbringen. Die Auslieferung der ersten Geräte ist frühestens für April 2026 geplant. Wie bei Crowdfunding-Projekten üblich, sind Verzögerungen möglich.
Was ist Crowdfunding?
Crowdfunding ist eine Methode zur Finanzierung von Projekten, bei der eine große Anzahl von Menschen (die „Crowd“) kleine Geldbeträge beisteuert. Plattformen wie Kickstarter ermöglichen es Entwicklern, ihre Ideen vorzustellen und Kapital für die Produktion zu sammeln, oft bevor das Produkt fertiggestellt ist. Unterstützer erhalten in der Regel das Produkt als Belohnung, tragen aber auch das Risiko von Verzögerungen oder eines Scheiterns des Projekts.
Der Trend zu emotionalen Begleitrobotern
Mirumi ist Teil eines wachsenden Trends in der Robotik, der sich von reiner Funktionalität hin zu emotionaler Interaktion bewegt. Unternehmen wie Yukai Engineering, die auch für den Roboter Qoobo – ein Kissen mit einem wedelnden Schwanz – bekannt sind, konzentrieren sich auf die Entwicklung von Geräten, die Trost spenden und positive Gefühle hervorrufen sollen.
Diese sogenannten „Companion Robots“ zielen darauf ab, die Lücke zu füllen, die durch soziale Isolation oder den Wunsch nach einem Haustier ohne die damit verbundene Verantwortung entsteht. Anstatt Aufgaben zu erledigen, bieten sie Gesellschaft und eine einfache, urteilsfreie Interaktion. Der Reiz von Mirumi liegt in seiner Einfachheit: Er verlangt nichts von seinem Besitzer, sondern ist einfach nur da und schaut neugierig in die Welt.
Die lange Wartezeit bis 2026 wird zeigen, ob das Interesse an diesem unkonventionellen Roboter-Konzept nachhaltig ist. Für viele scheint die Aussicht auf einen kleinen, pelzigen Begleiter, der den Alltag aufhellt, das Warten jedoch wert zu sein.





