Die internationale Aura Wellness Group hat eine Investition von 250 Millionen Euro für den Bau eines neuen Luxus-Wellness-Resorts in der Lausitz bestätigt. Das Projekt soll in der Nähe von Cottbus entstehen und zielt darauf ab, die Region als führendes Ziel für Gesundheitstourismus in Europa zu etablieren. Mit dem Bau sollen rund 400 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Die Ankündigung gilt als wichtiger Meilenstein für den Strukturwandel in der ehemaligen Kohleregion. Die Landesregierung Brandenburgs begrüßte die Entscheidung als starkes Signal für die wirtschaftliche Zukunft der Lausitz.
Wichtige Fakten
- Investitionssumme: 250 Millionen Euro
- Standort: Lausitz, nahe Cottbus (Brandenburg)
- Projektname: Aura Resort Lausitz
- Neue Arbeitsplätze: Rund 400 direkte Stellen in Hotel, Spa und Verwaltung
- Geplante Eröffnung: Ende 2026
Ein Leuchtturmprojekt für den Strukturwandel
Die Entscheidung der Aura Wellness Group, ihr erstes deutsches Resort in der Lausitz zu errichten, ist von großer strategischer Bedeutung. Die Region befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess, weg von der Braunkohleförderung hin zu neuen, nachhaltigen Wirtschaftszweigen. Das geplante „Aura Resort Lausitz“ soll dabei eine zentrale Rolle spielen.
Auf einer Fläche von über 50 Hektar ist ein Komplex geplant, der ein Fünf-Sterne-Hotel, eine ausgedehnte Thermal- und Saunalandschaft sowie ein Zentrum für präventive Gesundheitsanwendungen umfassen wird. Die Bauarbeiten sollen bereits im dritten Quartal 2024 beginnen.
Hintergrund: Strukturwandel in der Lausitz
Die Lausitz war über Jahrzehnte das Zentrum des ostdeutschen Braunkohlebergbaus. Der beschlossene Kohleausstieg stellt die Region vor enorme wirtschaftliche und soziale Herausforderungen. Bund und Länder fördern den Wandel mit milliardenschweren Programmen, um neue Industrien anzusiedeln und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Projekte im Bereich Tourismus und erneuerbare Energien gelten als Schlüsselbranchen für die Neuausrichtung.
Wirtschaftliche Impulse und neue Arbeitsplätze
Die Investition von 250 Millionen Euro ist eine der größten privaten Einzelinvestitionen in der Region seit der Wiedervereinigung. Experten erwarten erhebliche positive Effekte für die lokale Wirtschaft, die weit über die direkten Arbeitsplätze hinausgehen.
Es wird erwartet, dass das Resort jährlich über 150.000 Gäste anziehen wird, was die Nachfrage in der lokalen Gastronomie, im Einzelhandel und bei Dienstleistern stark beleben dürfte. Zudem plant die Aura Group, eng mit regionalen Zulieferern zusammenzuarbeiten, von landwirtschaftlichen Betrieben bis hin zu Handwerksunternehmen.
Das Projekt in Zahlen
- Investition: 250 Millionen Euro
- Grundstücksfläche: 50 Hektar
- Hotelkapazität: 180 Zimmer und Suiten
- Wasserfläche (Thermalbad): 4.000 Quadratmeter
- Geplante Bauzeit: ca. 2,5 Jahre
Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach äußerte sich optimistisch: „Diese Ansiedlung ist ein starkes Vertrauensvotum in den Standort Lausitz. Sie zeigt, dass der Strukturwandel gelingen kann, wenn wir mutige Visionen mit nachhaltigen Konzepten verbinden.“
Die Vision der Aura Wellness Group
Die Aura Wellness Group, mit Hauptsitz in der Schweiz, betreibt weltweit bereits mehrere hochklassige Resorts. Der Schritt nach Deutschland ist Teil einer strategischen Expansion in den europäischen Markt, der als einer der wachstumsstärksten im Bereich Wellness und Gesundheitstourismus gilt.
„Wir sehen in der Lausitz ein enormes Potenzial. Die einzigartige Naturlandschaft in Verbindung mit der Aufbruchstimmung der Region bietet den perfekten Rahmen für unser Konzept, das auf Ruhe, Naturverbundenheit und ganzheitlichem Wohlbefinden basiert“, erklärte CEO Dr. Helena Weber bei der Projektvorstellung.
Das Unternehmen will mit dem Resort neue Maßstäbe setzen. Im Fokus stehen personalisierte Gesundheitsprogramme, die von Stressmanagement über digitale Entgiftung bis hin zu präventiven medizinischen Check-ups reichen. Ein eigenes Forschungsinstitut auf dem Gelände soll zudem neue Anwendungen im Bereich der Balneologie (Bäderheilkunde) entwickeln.
Nachhaltigkeit als zentrales Element
Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Nachhaltigkeit. Die Architektur soll sich harmonisch in die umliegende Landschaft einfügen. Geplant sind begrünte Dächer, die Nutzung von Erdwärme und eine eigene Photovoltaikanlage, die einen Großteil des Energiebedarfs decken soll.
Das Wassermanagement sieht einen geschlossenen Kreislauf vor, bei dem das Thermalwasser nach der Nutzung aufbereitet und wiederverwendet wird. „Wir wollen nicht nur ein Ort der Erholung für unsere Gäste sein, sondern auch einen positiven Beitrag für die Umwelt und die lokale Gemeinschaft leisten“, so Weber weiter. Dieses Engagement soll das Resort zu einem Vorzeigeprojekt für nachhaltigen Tourismus in Europa machen.





