Auf der Technologiemesse CES 2026 hat Motorola eine Erweiterung seines Produktportfolios angekündigt. Das Unternehmen präsentierte mit dem Razr Fold sein erstes faltbares Smartphone im Buchformat und gab Einblicke in eine neue, einheitliche Plattform für künstliche Intelligenz namens Qira. Zusätzlich wurden weitere Geräte vorgestellt, darunter eine neue Smartphone-Linie und Zubehör.
Das Wichtigste in Kürze
- Razr Fold: Motorolas erstes Falt-Smartphone im Buchformat mit einem 8,1-Zoll-Innendisplay.
- Qira AI: Eine neue, vereinheitlichte KI-Plattform, die in Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft Lenovo entwickelt wurde.
- Motorola Signature: Eine neue Premium-Smartphone-Reihe, die zunächst nicht in den USA erhältlich sein wird und sieben Jahre Software-Updates erhält.
- Neues Zubehör: Eine Smartwatch, ein Bluetooth-Tracker und ein Eingabestift wurden ebenfalls vorgestellt.
Motorola betritt den Markt der Buch-Falt-Handys
Nachdem sich Motorola in den letzten Jahren auf faltbare Smartphones im Klapp-Format konzentriert hatte, erweitert das Unternehmen nun sein Angebot. Das auf der CES 2026 vorgestellte Razr Fold ist das erste Gerät des Herstellers, das sich wie ein Buch öffnet und damit in direkte Konkurrenz zu Modellen wie der Samsung Galaxy Z Fold-Serie oder dem Google Pixel Fold tritt.
Das äußere Display des Razr Fold misst 6,6 Zoll. Im aufgeklappten Zustand bietet es einen 8,1 Zoll großen Bildschirm mit einer 2K-Auflösung. Diese Abmessungen entsprechen weitgehend denen der bereits etablierten Konkurrenzprodukte.
Technische Details des Razr Fold
- Außendisplay: 6,6 Zoll
- Innendisplay: 8,1 Zoll (2K-Auflösung)
- Hauptkameras: Dreifach-System mit 50-Megapixel-Sensoren (Haupt-, Ultraweitwinkel- und 3x-Teleobjektiv)
- Selfie-Kameras: 32 Megapixel außen, 20 Megapixel innen
- Design: Erhältlich in den Farben „Pantone Blackened Blue“ und „Pantone Lily White“ mit einer Oberfläche aus veganem Leder.
Motorola hat noch keinen Preis für das Razr Fold genannt, kündigte jedoch an, dass weitere Informationen in den kommenden Monaten folgen werden. Die Markteinführung ist für den Sommer geplant.
Eine neue KI-Plattform und ein konzeptioneller Anhänger
Ein weiterer Schwerpunkt der Präsentation lag auf künstlicher Intelligenz. Gemeinsam mit der Muttergesellschaft Lenovo entwickelt Motorola eine einheitliche KI-Assistentin namens Qira. Diese Plattform soll verschiedene große Sprachmodelle (LLMs) wie Copilot, Perplexity und Google Gemini sowie eigene Modelle von Lenovo und Motorola bündeln.
Das Ziel von Qira ist es, Nutzern eine zentrale Anlaufstelle für KI-gestützte Anfragen zu bieten, unabhängig davon, ob sie ein Lenovo-Notebook oder ein Motorola-Smartphone verwenden. Die Einführung soll noch in diesem Jahr zunächst auf Lenovo-PCs erfolgen, gefolgt von ausgewählten Geräten der Razr-, Edge- und der neuen Signature-Reihe.
Project Maxwell: Ein Blick in die Zukunft
Basierend auf der Qira-Plattform zeigte Motorola auch ein Konzept namens Project Maxwell. Dabei handelt es sich um einen tragbaren KI-Anhänger, der mit einer Kamera und einem Mikrofon ausgestattet ist. Nutzer könnten durch Antippen des Geräts Fragen zu Objekten in ihrer Umgebung stellen, Informationen von einem Poster direkt in ihren Kalender übertragen oder eine Rede zusammenfassen lassen. Motorola betonte, dass Project Maxwell derzeit nur ein Konzept ist und keine Pläne für eine Serienproduktion bestehen.
Neue Smartphones und ein langes Update-Versprechen
Neben dem Falt-Handy wurde auch eine neue Premium-Smartphone-Linie namens Motorola Signature vorgestellt. Diese Geräte werden zunächst nicht auf dem US-Markt erhältlich sein. Das Signature-Modell ist mit 6,99 Millimetern sehr dünn und wird vom Snapdragon 8 Gen 5 Chipsatz angetrieben.
Besonders bemerkenswert ist das Software-Versprechen des Unternehmens: Für die Signature-Reihe garantiert Motorola sieben Jahre lang umfassende Software-Updates. Dies ist ein wichtiger Schritt, um mit den Update-Zyklen anderer führender Hersteller gleichzuziehen.
Zusätzlich wurde eine Sonderedition des letztjährigen Razr-Modells angekündigt. Anlässlich der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 wird eine „FIFA World Cup 2026 Edition“ in grüner Farbe und mit thematisch angepasster Software erscheinen. Der Preis bleibt mit 700 US-Dollar unverändert.
Erweiterung des Zubehör-Angebots
Motorola hat unter der Marke „Moto Things“ auch drei neue Zubehörprodukte vorgestellt, die das Ökosystem erweitern sollen.
Die neue Moto Watch und der Moto Pen Ultra
Die neue Moto Watch hat ein 47-mm-Gehäuse und läuft mit einem proprietären Betriebssystem anstelle von Googles Wear OS. Dies ermöglicht eine Akkulaufzeit von bis zu 13 Tagen, beziehungsweise sieben Tage bei aktiviertem Always-On-Display. Die Gesundheits- und Fitnessfunktionen wurden in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten Polar entwickelt.
Für das neue Razr Fold wird es den Moto Pen Ultra geben, einen druckempfindlichen Eingabestift mit Neigungserkennung. Der Stift wird nicht im Gerät selbst untergebracht, sondern kommt mit einer Ladehülle, die auch als Akku dient. Er unterstützt KI-Funktionen wie die Verschönerung von Handschrift.
Zweite Generation des Moto Tag
Schließlich wurde der Moto Tag 2 vorgestellt, ein Bluetooth-Tracker der zweiten Generation. Er verfügt über Ultrabreitband-Technologie (UWB) für eine präzise Ortung und ist nach IP68 wasserdicht. Die Batterielaufzeit wurde auf über 500 Tage erhöht. Der Tracker ist mit Googles „Find Hub“-App kompatibel und verfügt über eine Taste, mit der das verlegte Smartphone zum Klingeln gebracht werden kann.





