Käufer des beliebten Handheld-PCs Steam Deck OLED müssen sich auf Wartezeiten einstellen. Valve, das Unternehmen hinter der Gaming-Plattform Steam, hat bestätigt, dass es aufgrund von Engpässen bei Speicherkomponenten zu wiederholten Lieferproblemen kommt. Die Schwierigkeiten betreffen mehrere Regionen, darunter auch die USA, und sind Teil einer größeren, branchenweiten Krise.
Die Situation wirkt sich nicht nur auf die Verfügbarkeit des Steam Deck OLED aus, sondern hat auch Konsequenzen für andere geplante Hardware-Veröffentlichungen von Valve. Das Unternehmen sieht sich gezwungen, seine Pläne an die angespannte Lage auf dem globalen Zuliefermarkt anzupassen, was zu Verzögerungen bei zukünftigen Produkten führt.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Steam Deck OLED ist in einigen Regionen „zeitweise“ nicht verfügbar.
- Valve nennt Engpässe bei Arbeitsspeicher und internem Speicher als offiziellen Grund.
- Diese Knappheit ist Teil einer globalen Krise, die auch andere Technologieunternehmen betrifft.
- Zukünftige Hardware von Valve, wie die neue Steam Machine, ist ebenfalls von Verzögerungen betroffen.
- Die Produktion des 256GB LCD-Modells des Steam Deck wurde eingestellt.
Offizielle Bestätigung von Valve
Wer in den letzten Tagen versuchte, ein Steam Deck OLED zu bestellen, stieß in vielen Regionen auf die Meldung „nicht vorrätig“. Nun hat Valve auf der offiziellen Produktseite für Klarheit gesorgt. In einem kurzen Hinweis wird erklärt, dass das Gerät „in einigen Regionen aufgrund von Speicher- und Lagerknappheit zeitweise vergriffen sein kann“.
Diese Mitteilung bestätigt die Vermutungen vieler Branchenbeobachter. Die Probleme sind also nicht auf eine unerwartet hohe Nachfrage zurückzuführen, sondern auf fundamentale Schwierigkeiten in der Lieferkette. Betroffen sind sowohl der Arbeitsspeicher (RAM) als auch der Festspeicher (SSD), zwei essenzielle Komponenten für die Leistung des Handhelds.
Was bedeutet „zeitweise“ für Kunden?
Der Begriff „zeitweise“ deutet darauf hin, dass die Verfügbarkeit schwanken wird. Es ist also wahrscheinlich, dass das Steam Deck OLED immer wieder für kurze Zeit bestellbar sein wird, bevor die Bestände erneut zur Neige gehen. Potenzielle Käufer müssen daher geduldig sein und die Verkaufsseite regelmäßig prüfen. Eine dauerhafte Lösung des Problems ist erst zu erwarten, wenn sich die Lage auf dem globalen Speichermarkt entspannt.
Fokus auf OLED
Valve hat seine Produktstrategie angepasst. Während das OLED-Modell von Engpässen betroffen ist, wurde die Produktion einer anderen Variante bereits Ende letzten Jahres eingestellt. Das ursprüngliche Steam Deck mit einem 256GB-LCD-Bildschirm wird nicht mehr hergestellt, um den Fokus auf die neueren Modelle zu legen.
Ein branchenweites Problem
Die Schwierigkeiten von Valve sind kein Einzelfall. Die gesamte Technologiebranche kämpft derzeit mit steigenden Preisen und einer Verknappung von Speicherkomponenten. Diese Krise hat weitreichende Folgen für Hersteller von PCs, Smartphones und anderer Unterhaltungselektronik.
Experten beobachten seit Monaten einen Anstieg der Preise für RAM und SSDs. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von gestiegener Nachfrage durch den KI-Boom bis hin zu Produktionsanpassungen bei den großen Herstellern. Für Unternehmen wie Valve bedeutet dies, dass sie nicht nur mehr für die Bauteile bezahlen müssen, sondern auch Schwierigkeiten haben, überhaupt ausreichende Mengen zu sichern.
Andere betroffene Unternehmen
Die Speicherknappheit trifft viele große Namen der Tech-Welt:
- Nvidia: Berichten zufolge könnten sich die erwarteten neuen Grafikkarten der RTX-50-Serie verzögern.
- Raspberry Pi: Die Macher des beliebten Einplatinencomputers mussten bereits die Preise für einige ihrer Produkte erhöhen.
- Apple: Analysten vermuten, dass Apple große Anstrengungen unternimmt, um den Preis des kommenden iPhone 18 trotz teurerer Speicherkomponenten stabil zu halten.
Verzögerungen bei neuer Valve-Hardware
Die Lieferprobleme beim Steam Deck OLED sind nur die Spitze des Eisbergs für Valve. Das Unternehmen hatte bereits Anfang des Monats angekündigt, dass sich die Einführung neuer Hardware verzögern wird. Konkret betroffen sind die geplante neue Steam Machine, der Steam Frame und ein neuer Steam Controller.
In einer Stellungnahme erklärte Valve, man müsse erst „konkrete Preise und Veröffentlichungstermine festlegen“, was angesichts der sich schnell ändernden Umstände eine Herausforderung sei. Die Unsicherheit auf dem Komponentenmarkt macht eine verlässliche Planung nahezu unmöglich.
„Wir müssen Arbeit investieren, um zu konkreten Preisen und Einführungsterminen zu gelangen, die wir mit Zuversicht bekannt geben können, eingedenk dessen, wie schnell sich die Umstände in Bezug auf beides ändern können.“
Ursprünglich war ein Veröffentlichungsfenster für Anfang 2026 anvisiert. Nun strebt das Unternehmen an, die neue Hardware irgendwann in der ersten Hälfte des Jahres 2026 auf den Markt zu bringen. Man arbeite daran, die Pläne „so schnell wie möglich“ zu finalisieren. Für Fans, die auf leistungsstärkere PC-Gaming-Hardware von Valve gewartet haben, bedeutet dies eine weitere Geduldsprobe.
Was bedeutet das für die Zukunft des Steam Deck?
Trotz der aktuellen Engpässe bleibt das Steam Deck eine Erfolgsgeschichte für Valve. Der Handheld-PC hat eine neue Gerätekategorie populär gemacht und gezeigt, dass ein großes Interesse an mobilem PC-Gaming besteht. Die OLED-Version wurde von Kritikern und Spielern für ihr verbessertes Display und andere kleinere Optimierungen gelobt.
Die derzeitige Situation ist für Valve und seine Kunden zwar frustrierend, dürfte den langfristigen Erfolg des Geräts aber kaum gefährden. Das Unternehmen hat bewiesen, dass es in der Lage ist, die Produktion hochzufahren, sobald die Komponenten wieder zuverlässig verfügbar sind. Bis dahin müssen sich Spieler jedoch auf eine unbeständige Liefersituation einstellen und schnell sein, wenn neue Kontingente verfügbar werden.





